Konzeptionelle Grundlagen im Bereich CBRN Schutz des Bundes sowie weitere Dokumente.
Konzeption Zivile Verteidigung (KZV)
Für die Arbeit des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe ist die „Konzeption Zivile Verteidigung“ (KZV) das konzeptionelle Basisdokument für die ressortabgestimmte Aufgabenerfüllung im Bereich der Zivilen Verteidigung und zivilen Notfallvorsorge des Bundes. Die Konzeption beschreibt Zusammenhänge und Prinzipien und macht Vorgaben für die künftige Ausgestaltung der einzelnen Fachaufgaben. Dies gilt auch für den Bereich des CBRN Schutzes.
CBRN Rahmenkonzeption
Die Aufgabe CBRN-Schutz ist gekennzeichnet durch ihren ressort- und länderübergreifenden sowie interdisziplinären Charakter der Aufgabenwahrnehmung. Die gemeinsame Verantwortung von Bund und Ländern für den CBRN-Schutz verlangt eine enge Verzahnung und Abstimmung der Zusammenarbeit, damit die einzelnen Bausteine des integrierten Systems erfolgreich ineinandergreifen können. Die Konzeption ist fähigkeitsorientiert und nicht zuständigkeits- bzw. strukturorientiert angelegt. Sie beschreibt nicht das Bestehende, sondern das Erforderliche und stellt eine mit den Ländern abgestimmte Empfehlung für die Aufgabenwahrnehmung in der allgemeinen Gefahrenabwehr und im Katstrophenschutz dar.
Taktische Einsatzgrundsätze für den Bereich ABC Erkundung
Im Jahr 2006 wurde in einer Bund-Länder Arbeitsgruppe das taktische Vorgehen bei einer Erkundung von Gefahrenlagen mit radioaktiver, biologischer und chemischer Kontamination erarbeit. Sie sind für die CBRN-Erkundung gedacht, beziehen sich aber insbesondere auf den Einsatz der CBRN Erkundungsfahrzeuge einzeln und im Verbund sowie auf die Einbindung in die Führungsstruktur der Feuerwehr.
Die verfahrenstechnische Komplexität und der interdisziplinäre Charakter der Bewältigungsstrategien gegenüber einem CBRN-Szenario bedürfen in besonderer Weise der konzeptionellen Durchdringung und auf dieser Grundlage der Umsetzung in abgestimmte Verfahrensregelungen, um jederzeit eine organisierte Inanspruchnahme aller Fähigkeiten sicherzustellen. Die vorliegende Rahmenkonzeption zielt daher auf ein gemeinsames Verständnis der Aufgabenwahrnehmung und auf die Forderung nach verbindlichen Standards in den Einzelfähigkeiten des CBRN-Schutzes ab. Hierin liegt ihr vorrangiger Zweck. Die hier beschriebenen Fähigkeiten im CBRN-Schutz ergeben, wenn sie konzeptionell begründet und abgestimmt sind, ein leistungsfähiges grundsätzlich dezentral ausgelegtes System. Dieses System wird gerade in einem außerordentlich anspruchsvollen CBRN-Szenario dann seine volle Leistungsfähigkeit erbringen können, wenn seine Fähigkeiten als integraler Bestandteil des Bevölkerungsschutzes ausgestaltet sind und diese spezifischen Anforderungen von den Entscheidungsträgern von Bund, Ländern und Kommunen aufgenommen und akzeptiert werden. Die Konzeption ist fähigkeitsorientiert und nicht zuständigkeits- bzw. strukturorientiert angelegt. Sie beschreibt nicht das Bestehende, sondern das Erforderliche und hat dabei immer das Gesamtsystem „Bevölkerungsschutz“ und dessen Teilsystem „CBRN-Schutz“ im Blick.
TAKTISCHE EINSATZGRUNDSÄTZE FÜR DEN BEREICH CBRN- ERKUNDUNG
Die Grundsätze beschreiben das taktische Vorgehen bei einer Erkundung von Gefahrenlagen mit radioaktiver, biologischer und chemischer Kontamination. Sie sind für die CBRN- Erkundung generell gedacht, jedoch sind sie unter besonderer Berücksichtigung des CBRN- Erkundungswagens (CBRN ErkW) formuliert.
Die Verfahren Grenzmessung, Eintauchen, Kreuzen, Markieren und Sektoreneinteilung werden erläutert.
Es werden beispielhaft Möglichkeiten zur Einbindung der CBRN- Erkundungswagen in die Führungsstruktur der Feuerwehr beschrieben.
Abschließend werden die Aufgaben und die technische und personelle Ausstattung einer notwendigen CBRN-Messleitkomponente (CBRN MLK) und der Ablauf eines Einsatzes zusammen mit dem CBRN ErkW skizziert.
in der Version 1, Stand: Februar 2006