Ukraine-Projekt: 10 Jahre Zusammenarbeit wird weiter ausgebaut

Meldung

Seit zehn Jahren setzt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (kurz: BBK) das Projekt Stärkung der ukrainischen Zivilschutzfähigkeiten um. Das vom Auswärtigen Amt finanzierte Projekt wurde für die aktuelle Projektphase von 2026 bis 2028 erweitert. Neue und weiterentwickelte Teilprojekte stärken unter anderem die Risiko- und Krisenkommunikation sowie den internationalen Katastrophenschutz.

Das Bild zeigt die BBK-Präsident. Sie übergibt einem ukrainischen Soldaten in Uniform etwas. Daneben steht ein weiterer Mann in Anzug, an seinem Kragen trägt er eine Anstecknadel mit der Ukraine-Flagge.
Quelle: © BBK
Die Präsidentin des BBK begrüßt die ukrainische Delegation bei der Auftaktveranstaltung des neuen Teilprojektes zur internen Risiko- und Krisenkommunikation.

10 Jahre Zusammenarbeit für einen resilienten Zivilschutz

Das BBK arbeitet seit 2016 mit der ukrainischen Zivilschutzbehörde – dem State Emergency Service of Ukraine (kurz: SESU) und der ukrainischen Grenzschutzbehörde – dem State Border Guard Service of Ukraine (kurz: SBGSU) zusammen. Ziel ist es, die Resilienz des ukrainischen Zivilschutzes zu fördern.

Das Ukraine-Projekt umfasst Teilprojekte zur Förderung der operativ-taktischen Gefahrenabwehr von Bedrohungen durch chemische, biologische, radiologische und nukleare Gefahren (kurz: CBRN), zur Krisenkommunikation sowie zur Vorbereitung für internationale Unterstützung im Kontext des Katastrophenschutzverfahrens der Europäischen Union (kurz: EU), auf Englisch EU Civil Protection Mechanism (kurz: UCPM).

Mit der Projektverlängerung werden neue Teilprojekte gestartet und bestehende weiterentwickelt.

Neues Teilprojekt zur internen Risiko- und Krisenkommunikation

Seit Anfang 2026 läuft in Zusammenarbeit mit dem SBGSU ein neues Teilprojekt zur internen Risiko- und Krisenkommunikation in CBRN-Lagen. Ein wichtiger Bestandteil ist die Arbeit mit standardisierten Verfahren und Meldeprozessen. Dabei soll insbesondere der Standard der Nordatlantikvertrags-Organisation (kurz: NATO) ATP-45 einbezogen werden. Dieses international etablierte Verfahren dient der Bewertung und Meldung von CBRN-Lagen.

Auftakt mit Fachleuten

Vom 28. September bis 2. Oktober 2026 fand der erste Kick-off-Workshop für das Teilprojekt statt. Daran nahmen Expertinnen und Experten der Bundeswehr und der technisch-mathematischen Studiengesellschaft (kurz: tms-bonn) teil. Die Präsidentin des BBK, Grit Tüngler, begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und unterstrich damit die Bedeutung des neu gestarteten Teilprojekts.

Teilprojekt zum UCPM wird erweitert

Das UCPM-Teilprojekt läuft seit 2023. In dem Jahr wurde die Ukraine Teil des Katastrophenschutzverfahrens der EU. Das BBK arbeitet für dieses Teilprojekt eng mit dem SESU zusammen. Bisher lag der Fokus auf Grundlagenworkshops, Workshops zur Modulentwicklung und dem Austausch bewährter Methoden (auf Englisch: Best Practices) mit europäischen und deutschen Expertinnen und Experten.

Abschluss-Workshop zu Finanzierungsmöglichkeiten

Vom 19. bis 23. Oktober 2026 fand der abschließende Workshop für das Teilprojekt UCPM statt. Im Mittelpunkt standen verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten innerhalb des UCPM. Neben Fachleuten des BBK nahmen Dozentinnen und Dozenten der Generaldirektion Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der EU (kurz: EU GD ECHO) und der Johanniter teil.

Das Bild zeigt Frauen und Männer, die an einem Tischkreis in einem Tagungsraum sitzen. Vorne wird eine Präsentation auf eine Leinwand projiziert. Man sieht ein Zivilschutzzeichen, ein blaues Dreieck auf orangenem Grund. 
Quelle: © BBK
UCPM-Abschlussworkshop mit den Teilnehmenden der ukrainischen Zivilschutzbehörde, dem State Emergency Service of Ukraine.

Ausblick: Ziviler Host Nation Support

Mit dem Abschluss-Workshop ist die Zusammenarbeit im Themenfeld UCPM nicht beendet. Ab 2027 wird das UCPM-Teilprojekt inhaltlich um das Thema ziviler Host Nation Support (auf Deutsch: zivile Unterstützungsleistungen für verbündete Staaten) weiterentwickelt. Damit wird ein neuer Schwerpunkt innerhalb der langjährigen Zusammenarbeit gesetzt.

Thema 10 Jahre Ukraine Projekt im Magazin Bevölkerungsschutz

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