Ukraine-Projekt: 10 Jahre Zusammenarbeit wird weiter ausgebaut
Meldung
10 Jahre Zusammenarbeit für einen resilienten Zivilschutz
Das BBK arbeitet seit 2016 mit der ukrainischen Zivilschutzbehörde – dem State Emergency Service of Ukraine (kurz: SESU) und der ukrainischen Grenzschutzbehörde – dem State Border Guard Service of Ukraine (kurz: SBGSU) zusammen. Ziel ist es, die Resilienz des ukrainischen Zivilschutzes zu fördern.
Das Ukraine-Projekt umfasst Teilprojekte zur Förderung der operativ-taktischen Gefahrenabwehr von Bedrohungen durch chemische, biologische, radiologische und nukleare Gefahren (kurz: CBRN), zur Krisenkommunikation sowie zur Vorbereitung für internationale Unterstützung im Kontext des Katastrophenschutzverfahrens der Europäischen Union (kurz: EU), auf Englisch EU Civil Protection Mechanism (kurz: UCPM).
Mit der Projektverlängerung werden neue Teilprojekte gestartet und bestehende weiterentwickelt.
Neues Teilprojekt zur internen Risiko- und Krisenkommunikation
Seit Anfang 2026 läuft in Zusammenarbeit mit dem SBGSU ein neues Teilprojekt zur internen Risiko- und Krisenkommunikation in CBRN-Lagen. Ein wichtiger Bestandteil ist die Arbeit mit standardisierten Verfahren und Meldeprozessen. Dabei soll insbesondere der Standard der Nordatlantikvertrags-Organisation (kurz: NATO) ATP-45 einbezogen werden. Dieses international etablierte Verfahren dient der Bewertung und Meldung von CBRN-Lagen.
Auftakt mit Fachleuten
Vom 28. September bis 2. Oktober 2026 fand der erste Kick-off-Workshop für das Teilprojekt statt. Daran nahmen Expertinnen und Experten der Bundeswehr und der technisch-mathematischen Studiengesellschaft (kurz: tms-bonn) teil. Die Präsidentin des BBK, Grit Tüngler, begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und unterstrich damit die Bedeutung des neu gestarteten Teilprojekts.
Teilprojekt zum UCPM wird erweitert
Das UCPM-Teilprojekt läuft seit 2023. In dem Jahr wurde die Ukraine Teil des Katastrophenschutzverfahrens der EU. Das BBK arbeitet für dieses Teilprojekt eng mit dem SESU zusammen. Bisher lag der Fokus auf Grundlagenworkshops, Workshops zur Modulentwicklung und dem Austausch bewährter Methoden (auf Englisch: Best Practices) mit europäischen und deutschen Expertinnen und Experten.
Abschluss-Workshop zu Finanzierungsmöglichkeiten
Vom 19. bis 23. Oktober 2026 fand der abschließende Workshop für das Teilprojekt UCPM statt. Im Mittelpunkt standen verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten innerhalb des UCPM. Neben Fachleuten des BBK nahmen Dozentinnen und Dozenten der Generaldirektion Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der EU (kurz: EU GD ECHO) und der Johanniter teil.
Ausblick: Ziviler Host Nation Support
Mit dem Abschluss-Workshop ist die Zusammenarbeit im Themenfeld UCPM nicht beendet. Ab 2027 wird das UCPM-Teilprojekt inhaltlich um das Thema ziviler Host Nation Support (auf Deutsch: zivile Unterstützungsleistungen für verbündete Staaten) weiterentwickelt. Damit wird ein neuer Schwerpunkt innerhalb der langjährigen Zusammenarbeit gesetzt.
Thema 10 Jahre Ukraine Projekt im Magazin Bevölkerungsschutz
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