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06.06.2018Katastrophenschutz

Deutsche Expertise beim Katastrophenschutzverfahren der EU

Zum elften Mal in Folge wurde vom 24. – 25. Mai 2018 der „Workshop Erfahrungsaustausch deutscher Expertinnen und Experten im Katastrophenschutzverfahren der Union“ durchgeführt. Der Workshop ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Gemeinsamen Melde- und Lagezentrum von Bund und Ländern (GMLZ) des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (BA THW) Referat E2 – Ausland.

Deutsche Experten im Katastrophenschutzverfahren der Europäischen Union, Quelle: Fier/BBK Deutsche Experten im Katastrophenschutzverfahren der Europäischen Union, Quelle: Fier/BBK, Expertenbild Workshop DEU (Vergrösserung öffnet sich im neuen Fenster)Deut­sche Ex­per­ten im Ka­ta­stro­phen­schutz­ver­fah­ren der Eu­ro­päi­schen Uni­on Quelle: Fier/BBK

Bereits in den vergangenen Jahren wurde der Workshop mit dem Ziel gehalten, die Expertinnen und Experten, welche aus den verschiedensten Behörden und Organisationen und aus allen Regionen Deutschlands anreisten, über die neuesten Entwicklungen im Katastrophenschutzverfahren der EU zu informieren.


Auf dieser Basis wurde Ende Mai das kollektive Wissen um Konzeptionen und Rahmenbedingungen des Unionsverfahrens vertieft und die bei Einsätzen und Übungen im Jahr 2017 gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen offen geteilt, gemeinsam analysiert und engagiert diskutiert. Einsatz- und Übungsberichte kamen von Missionen in Dominica (Karibik) und Kolumbien.
Nach der Eröffnung der Veranstaltung und Begrüßung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch Christoph Schmidt-Taube, Leiter des GMLZ im BBK, übernahm Wolfgang Krajic, erfahrener EU-Experte, die Moderation des Workshops.


Patrice Quesada, Senior Consultant der International Organization for Migration (IOM), berichtete über die Arbeit seiner Organisation und zeigte mögliche Synergie-Effekte für eine zukünftig stärkere Vernetzung von Know-How aus dem Bereich der humanitären Hilfe mit dem Katastrophenschutz. Dr. Peter Billing, Leiter Notfallvorsorge und Sicherheit im Generaldirektorat „European Civil Protection and Humanitarian Aid Operations“ (DG-ECHO) der Europäischen Kommission, berichtete über aktuelle Entwicklungen in Brüssel sowie weltweit.


Neben den Ansprechpersonen von BBK und THW, Mike Fier und Dr. Susanne Wacht, stand in der abschließenden Diskussionsrunde auch Dr. Peter Billing zur Beantwortung von Fragen und Aufnahme von Anregungen aus dem Plenum bereit. Dabei wurde u.a. das Verfahren zur Aufnahme von Expertinnen und Experten in den sogenannten Freiwilligenpool intensiv diskutiert und die gute Zusammenarbeit zwischen Experten und Expertinnen mit dem Gemeinsamen Melde- und Lagezentrum von Bund und Ländern mehrfach gelobt.


Der Workshop erfreut sich von Jahr zu Jahr einer immer höheren Teilnehmerzahl. Dieses Jahr nahmen rund 50 Personen an der zweitägigen Veranstaltung an der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) in Ahrweiler teil.