Navigation und Service

07.03.2018Veranstaltung

AKNZ zu Gast beim Runden Tisch «Forschung im Bevölkerungsschutz»

Um aktuelle Forschungserkenntnisse in die Praxis des Katastrophenschutzes zu bringen, war die AKNZ Ende Februar bei der Veranstaltung in Stuttgart mit dabei. Das Ergebnis: gemeinsame Seminare zu Spontanhilfe und Social Media.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung in Stuttgart Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung in Stuttgart, AKNZ zu Gast beim Runden Tisch «Forschung im Bevölkerungsschutz» (Vergrösserung öffnet sich im neuen Fenster)Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer der Ver­an­stal­tung in Stutt­gart Quelle: IAO Fraun­ho­fer

Wie geht man am besten mit Spontanhelfern um? Schickt man sie weg oder bindet sie ein? Und wenn ja: wie? Welche Aufgaben können sie übernehmen? Und wie können Pflegebedürftige in Schadenslagen versorgt werden? Welche rechtlichen und ethischen Aspekte gilt es im Katastrophenschutz zu beachten? Und was passiert, wenn die eigenen Einsatzkräfte von der Grippewelle erwischt wurden und die Bewältigung des nächsten Einsatzes gefährdet ist?

Fragen wie diese treiben die Organisationen und Einsatzkräfte des Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes um. Und auch in der Forschung und in der Politik sucht man nach Antworten. In der Hightech-Strategie der Bundesregierung wurde daher das Rahmenprogramm „Forschung für die zivile Sicherheit“ verankert, über das das Bundesministerium für Bildung und Forschung seit 2007 über eine halbe Milliarde Euro in Forschungsprojekte investiert hat, darunter auch zahlreiche Projekte im Katastrophenschutz. Alleine mit der Erhöhung der Resilienz im Krisen- und Katastrophenfall beschäftigen sich sieben Projekte wie beispielsweise REBEKA oder KOPHIS.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe legt viel Wert darauf, dass diese Forschungserkenntnisse schnell in die Ausbildungsinhalte und Seminare der AKNZ einfließen und dadurch Innovation und Exzellenz im deutschen Katastrophenschutz fördern. Damit das gelingt, pflegt die AKNZ einen engen Austausch mit Universitäten, Forschungseinrichtungen und -projekten, lädt zu Vorträgen ein, konzipiert gemeinsame Seminare und nimmt selbst an Workshops teil.

Forschung trifft Praxis

Ende Februar war Stefan Voßschmidt, Dozent und Lehrgangsleiter an der AKNZ, beim 7. Stuttgarter Runden Tisch «Forschung im Bevölkerungsschutz» am Fraunhofer IAO zu Gast. „Die AKNZ und unsere Seminare leben von den Erkenntnissen aus der Forschung“, sagte er dort und fügte hinzu: „Im Projekt KOKOS wurde beispielsweise das Konzept der Mittlerorganisation entwickelt, das eine konkrete Antwort darauf gibt, wie Spontanhelfer ideal in den Katastrophenschutz eingebunden werden können, ohne dessen Kapazitäten zu überfordern. Konzepte wie diese werden von unseren Katastrophenschützern und -schützerinnen dringend benötigt. Daher schlagen wir als AKNZ die Brücke zwischen Forschung und Praxis und tragen die Ergebnisse dorthin, wo sie benötigt werden.“

Vor diesem Hintergrund führt die AKNZ bereits seit vier Jahren eine Seminarreihe zu Spontanhilfe und Social Media durch. Im Rahmen dieser Reihe wurden die Projekte vorgestellt. Im Frühsommer 2018 wird das Fraunhofer IAO verschiedene Ergebnisse und Konzepte aus der Forschung zum Umgang mit Spontanhelfern und Social Media vorstellen und ihre Umsetzung in der Praxis mit den Teilnehmenden diskutieren.
Mehr über aktuelle Erkenntnisse und Konzepte aus der Forschung finden Sie auf folgenden Seiten.

Veranstaltungsübersicht:

Informationen über die Zusammenarbeit mit Spontanhelfen in Schadenslagen und zum Projekt KOKOS:

Stuttgarter Runden Tisch «Forschung im Bevölkerungsschutz»: