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07.03.2018Veranstaltung

D-GEO Arbeitssitzung zum Thema „Das BBK, das Sendai Rahmenwerk und GEOSS - Potenziale, Beiträge und Nutzung“

Über 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Bereichen Raumfahrt, Wissenschaft, Vereinte Nationen, Bundesbehörden und Ministerien beteiligten sich am 01. und 02. März an einer Arbeitssitzung zum Thema „Fernerkundung und Sendai-Monitoring“ im BBK. Die Veranstaltung hatte das Ziel, Akteure aus dem Bereich der Satellitenbildfernerkundung und die an der Sendai-Implementierung in Deutschland beteiligten Ressorts zu vernetzen und miteinander Ideen auszutauschen.

Gruppenfoto: Teilnehmende des 38. D-GEO-Workshops in Bonn Gruppenfoto: Teilnehmende des 38. D-GEO-Workshops in Bonn, D-GEO Arbeitssitzung (Vergrösserung öffnet sich im neuen Fenster)Teil­neh­men­de des 38. D-GEO-Work­shops in Bonn Quelle: Ha­ma­cher / BBK

Die Bundesrepublik Deutschland hat sich verpflichtet, das „Sendai Rahmenwerk für Katastrophenvorsorge 2015 - 2030“ der Vereinten Nationen umzusetzen. Im Rahmenwerk sind Indikatoren festgelegt, um die weltweiten Fortschritte bei der Umsetzung von Maßnahmen zur Reduktion von Katastrophenrisiken messbar zu machen. In diesem Zusammenhang wird das im BBK angesiedelte Projektvorhaben Cop4Sen ab Juli 2018 Möglichkeiten erarbeiten, wie Fernerkundungsdaten für das Sendai-Monitoring in Deutschland genutzt werden können.

Christoph Unger, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), eröffnete die Veranstaltung mit der Feststellung, dass die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Projekt im BBK gegeben sind, da am BBK gleich zwei nationale Kontaktstellen angesiedelt sind: Die nationale Fachkoordination für den Copernicus Notfallkartierungsdienst und die Nationale Kontaktstelle für das Sendai Rahmenwerk .

Dr. Paul Becker, Vizepräsident des Deutschen Wetterdienstes (DWD), moderierte die Veranstaltung, die im Rahmen der D-GEO Initiative stattfand. D-GEO ist der deutsche Beitrag zur Group on Earth Observations (GEO), die sich weltweit mit der Verknüpfung bestehender Beobachtungs- und Informationssysteme und dem Aufbau des sogenannten „Global Earth Observation System of Systems (GEOSS)“ befasst.

Die auf der Veranstaltung gehaltenen Vorträge beinhalteten vielfältige Beispiele, wie Satellitenbildfernerkundung die Erfassung einzelner Sendai-Indikatoren unterstützen könnte. Für die Nachhaltigkeitsindikatoren (Sustainable Development Goals, SDGs) wurden Projekte und erste Erfahrungen vorgestellt, die auf wertvolle Synergien für die Umsetzung der beiden Rahmenwerke hinwiesen. Als nächsten Schritt vereinbarte man die Erörterung zur nachhaltigen Nutzung von Fernerkundung im Sendai-Monitoring.