Navigation und Service

07.09.2018CBRN-Schutz

Nicht wahrnehmbar, grenzüberschreitend, sehr gefährlich und aktueller denn je: CBRN-Bedrohungen

Beim vierten CBRN-Symposium in Berlin tauschten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zwischen dem 3. und 5. September in Berlin über die gegenwärtigen chemischen, biologischen, radiologischen und nuklearen (CBRN) Bedrohungen aus.

ATF übt Probenahme in Rizin-Labor während der ATFEX 2018 ATF übt Probenahme in Rizin-Labor während der ATFEX 2018, ATF übt Probenahme in Rizin-Labor während der ATFEX 2018 (Vergrösserung öffnet sich im neuen Fenster)ATF übt Pro­be­nah­me in Ri­zin-La­bor wäh­rend der AT­FEX 2018 Quelle: BBK

Klaus Vitt, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI), hob die Besonderheiten in der Erkennung und Bewältigung von chemischen, biologischen, radiologischen und nuklearen (CBRN) Gefahrenlagen schon in der Eröffnungsrede zum vierten Internationalen Symposium zur Entwicklung von CBRN-Schutzfähigkeiten hervor. Die gemeinsame Veranstaltung, die inhaltlich von BMI und BMVg gestaltet wurde, fand vom 3. bis 5. September 2018 in Berlin statt.

Große Bedeutung der grenzüberschreitenden Kooperation

Staatssekretär Vitt betonte zudem, dass der Prävention und der Resilienz die höchste Priorität eingeräumt werden muss. Der österreichische Innenminister Herbert Kickl – zugleich Vertreter der EU-Ratspräsidentschaft – unterstrich die Bedeutung der grenzüberschreitenden Kooperation im CBRN-Schutz.

Österreich setze sich daher im Rahmen der Ratspräsidentschaft für die Umsetzung der EU-Empfehlungen aus dem CBRN-Aktionsplan ein.

Fachdiskussionen mit über 500 Teilnehmenden

Auf die politische Rahmensetzung durch den österreichischen Innenminister Kickl folgten spannende Fachdiskussionen der über 500 Teilnehmenden aus 45 Staaten. Das Symposium vereinte internationale Expertinnen und Experten aus den Streitkräften, der zivilen Gefahrenabwehr aber auch aus Wissenschaft und Wirtschaft. Diese schätzten den offenen Austausch, der angesichts der Bedrohungslage besonders wichtig sei. Das Risiko für CBRN Ereignisse ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Darauf wies BBK-Präsident Christoph Unger hin. Als Beispiele nannte er den Einsatz von Sarin und Chlor in Syrien aber auch die Herstellung und die Verwendung von Senfgas durch den sogenannten Islamischen Staat im Irak. Dass die Bedrohung nicht abstrakt ist, belegten auch der Anschlag mit einer chemischen Substanz in Salisbury/England und das frühzeitige Auffinden eines Rizin-Labors im Juni 2018 in Köln, wodurch Schlimmeres verhindert werden konnte.

Major Ahmad Al-Zu’bi (Jordanischer Zivilschutz) dankt BBK-Präsident Unger für die langjährige Zusammenarbeit Major Ahmad Al-Zu’bi (Jordanischer Zivilschutz) dankt BBK-Präsident Unger für die langjährige Zusammenarbeit, Major Ahmad Al-Zu’bi (Jordanischer Zivilschutz) dankt BBK-Präsident Unger für die langjährige Zusammenarbeit (Vergrösserung öffnet sich im neuen Fenster)Ma­jor Ah­mad Al-Zu’bi (Jor­da­ni­scher Zi­vil­schutz) dankt BBK-Prä­si­dent Un­ger für die lang­jäh­ri­ge Zu­sam­men­ar­beit Quelle: DWT-SGW

Vernetzung ist unerlässlich

Die Vernetzung aller im CBRN-Schutz beteiligten Akteure ist unerlässlich. Zahlreiche Teilnehmende lobten daher die Gelegenheit zum Austausch in Berlin. Ein ganz praktisches Beispiel für die internationale Zusammenarbeit wurde besonders gewürdigt. Major Ahmad Al-Zu’bi, Vertreter des jordanischen Zivilschutzes, dankte nach seinem Vortrag dem BBK für die langjährige Unterstützung im CBRN-Bereich. Das Engagement sei ein aktiver Beitrag zur Stabilisierung in der Region.

Weltweite Einigkeit

Die Einschätzung aus der Eröffnungsrede von Staatssekretär Vitt wurde zum Ende der Veranstaltung vielfach geteilt: „CBRN-Schutz gelingt nur, wenn alle Seiten voneinander lernen und miteinander kooperieren. Das sind:
• Behörden, Industrie, Wissenschaft und Technik ebenso wie
• zivile und militärische Einheiten,
• europäische und internationale Akteure."

Teilnehmende loben die Veranstaltung

Eine ziemlich genaue Umschreibung des Publikums des 4. CBRN-Symposiums. Dass sich zahlreiche Teilnehmende mit dem Gruß „spätestens bis zum 5. CBRN-Symposium“ verabschiedeten, ist wohl das größte Lob für die Veranstaltung.