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05.03.2018Zivil-Militärische Zusammenarbeit

Leiter von Behörden und Organisationen für Sicherheitsaufgaben aus NRW treffen sich in Uedem

Auf Einladung des Beauftragten für Zivil-Militärische Zusammenarbeit in Nordrhein-Westfalen, Brigadegeneral Peter Gorgels, haben Vertreter und Leiter von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben aus NRW das Zentrum für Luftoperationen auf dem Paulsberg in Uedem besucht.

Blick in die Operationszentrale der Luftwaffe Blick in die Operationszentrale der Luftwaffe, Deutsche Behördenleiter für Sicherheitsaufgaben zu Besuch in Uedem (Vergrösserung öffnet sich im neuen Fenster)Die Bun­des­po­li­zei stellt den Be­su­chern in der Ope­ra­ti­ons­zen­tra­le der Luft­waf­fe auf dem Ue­de­mer Pauls­berg ih­re Ar­beit vor. In dem Raum sit­zen auch die Mit­ar­bei­ter der War­nung des BBK. Quelle: Haupt­mann Phil­ip­pe Stupp

Neben Vertretern und Vertreterinnen der Bundespolizei, des Deutschen Roten Kreuzes und des Technischen Hilfswerks war der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) Christoph Unger der Einladung des Kommandeurs des Landeskommandos Nordrhein-Westfalen gefolgt. Ausgewählt wurden der Standort der Luftwaffe in Kalkar, das Zentrum für Luftoperationen und das Weltraumlagezentrum in Uedem. Brigadegeneral Gorgels wollte dadurch erreichen, dass sich die Eigeladenen dort von der Vorzeigeinstitution Deutschlands in Sachen ressortgemeinsame Zusammenarbeit inspirieren lassen.

Auch BBK mit Warnung der Bevölkerung auf dem Paulsberg vertreten

In der ressortübergreifenden Zusammenarbeit kennt sich das BBK aus. Es ist zum Beispiel im Nationalen Cyber-Abwehrzentrum vertreten und beherbergt am Standort Bonn selbst das Gemeinsame Melde- und Lagezentrum des Bundes und der Länder. Auch im Zentrum für Luftoperationen in Uedem sind rund um die Uhr BBK-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vertreten. Es sind Fachleute der Warnung, die im 24-Stunden-Betrieb den Luftraum über Deutschland auf mögliche herannahende Gefahren, wie ballistische Raketen kontrollieren, um im Falle eines Falles die Bevölkerung zu warnen. Sie können von dort direkt das satellitengestützte Modulare Warnsystem des Bundes (MoWaS) auslösen und so möglicherweise lebensrettende Warnungen absetzen.

Teil des Zentrums für Luftoperationen in Uedem ist das Nationale Lage- und Führungszentrum Sicherheit im Luftraum. Es wird seit Juli 2003 vom Bundesministerium der Verteidigung, vom Bundesministerium des Inneren und von dem Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung betrieben. Luftwaffe, Bundespolizei und Deutsche Flugsicherung arbeiten in dieser interministeriellen Dienststelle Hand in Hand. Sie war die deutsche Reaktion auf die Anschläge vom 11. September 2001 und dem Irrflug eines Kleinflugzeuges im Januar 2003 in Frankfurt. Zusätzlich arbeiten die Soldatinnen und Soldaten und zivilen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ebenfalls schon seit Jahren mit bekannten Institutionen wie beispielsweise dem Fraunhofer-Institut oder dem Deutschen Zentrum für Luft-und Raumfahrt (DLR) zusammen.

General Gorgels betonte bei dem Behördenleitertreffen, wie wichtig ihm diese Art der Zusammenarbeit zur Schaffung von Synergieeffekten sei und nutzte die Gelegenheit, um vor Ort zu zeigen, wie die Arbeit der Bundeswehr auch anderen Behörden helfen könne, „Deutschland noch ein bisschen sicherer zu machen“.