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12.10.2018Internationale Zusammenarbeit

Voneinander lernen: BBK und BABS tauschen sich aus zu Ausbildung im Bevölkerungsschutz

14. jährliches Arbeitstreffen der Führungsebenen in Bonn

Ende September trafen sich in Bonn die Hausleitungen und Führungskräfte von BBK und dem schweizerischen Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS). Thema des diesjährigen Arbeitstreffens war die Ausbildung im Bevölkerungsschutz.

Gruppenfoto von Besuchern und Gästen Gruppenfoto von Besuchern und Gästen, BBK und BABS tauschen sich aus zu Ausbildung im Bevölkerungsschutz (Vergrösserung öffnet sich im neuen Fenster)Die Be­völ­ke­rungs­schutz-Ex­per­ten im Ge­mein­sa­men Mel­de- und La­ge­zen­trum (GM­LZ) des BBK. V.l.: Pe­ter Wü­th­rich (BABS), Ste­fan Mogl (BABS), Tho­mas Mitsch­ke (AKNZ), Urs Schnei­ter (BABS), Dr. Ro­land Bol­lin (BABS), Chri­stoph Flu­ry (stv. Di­rek­tor BABS), Chri­stoph Un­ger (Prä­si­dent BBK), Ben­no Bühl­mann (Di­rek­tor BABS), Dr. Mi­ri­am Ha­ritz (BBK), An­ke Moon (BBK), Ele­na We­ber (BBK) Quelle: St­roß / BBK

BBK-Präsident Christoph Unger betonte zum Auftakt der dreitägigen Zusammenkunft: „Wir begrüßen ausdrücklich die Fortsetzung dieses seit vielen Jahren bestehenden vertrauensvollen Fachaustauschs unserer beiden Häuser auf höchster Ebene. Viele Beispiele aus der Schweiz haben Vorbildcharakter für den deutschen Bevölkerungsschutz.“

Die Bevölkerungsschutz-Experten besuchten die Feuerwehr- und Katastrophenschutzschule Rheinland-Pfalz (LFKS RLP) in Koblenz auf Einladung des Schulleiters und leitenden Branddirektors Hans-Peter Plattner. Plattner und Peter Schüßler, Pressesprecher des LFKS RP, vermittelten langjährige Erfahrungen in der Aus- und Fortbildung auf Länderebene und gaben einen Einblick in die entwicklungstechnischen Herausforderungen der Landesfeuerwehrschule.

Das BBK stellte den Schweizer Kollegen auch die in Bad Neuenahr/Ahrweiler ansässige BBK-eigene Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) vor. Akademie-Leiter Thomas Mitschke und Urs Schneiter, Chef des Bereichs Ausbildung beim schweizerischen BABS, nutzten die Gelegenheit zu einem offenen Dialog über die Strukturen und Herausforderungen im Bildungswesen des Bevölkerungsschutzes. Anschließend fand ein fachlicher Austausch statt mit weiteren geladenen Gästen von Hilfsorganisationen, THW, Feuerwehr und Vertretern aus dem Bevölkerungs- und Katastrophenschutz auf Verwaltungs- und Ministeriumsebene. Darüber hinaus gaben die Professoren Harald Karutz von der MSH Medical School Hamburg und Werner Sauter Gedankenanstöße zu Bevölkerungsschutzpädagogik heute und morgen sowie zu den Chancen und Grenzen des digitalen Lernens.

Neben dem Schwerpunkt „Ausbildung“ diskutierten die Fachleute von BABS und BBK auch Fragen der mobilen Sicherheitskommunikation, ein Thema, das in Deutschland anders als in der Schweiz von der Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS) betreut wird. Ferner wurden die Themen besprochen wie Cyber-Sicherheit, CBRN-Schutz, Warnung der Bevölkerung, Massenanfall von Verletzten sowie das Sendai Rahmenwerk der UN für Katastrophenvorsorge, dessen Nationale Kontaktstelle für Deutschland seit 2017 im BBK angesiedelt ist.