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30.05.2018Gesundheitlicher Bevölkerungsschutz

BBK und DGKM stellen erweitertes PRIOR-Vorsichtungssystem vor

Die besonderen Bedrohungs- und Schadenslagen der vergangenen Jahre (Terroranschläge in Paris 2015, Brüssel 2016, Berlin 2016) haben gezeigt, dass bei einem Massenanfall von Verletzten (MANV) im Wesentlichen zwei Schutzziele durch Einsatzkräfte erreicht werden müssen: die Sicherheit der Einsatzkräfte im Einsatz und die gesicherte medizinische Versorgung Betroffener.

Erste Seite vom erweiterten PRIOR-Algorithmus Erste Seite vom erweiterten PRIOR-Algorithmus, Erste Seite vom erweiterten PRIOR-Algorithmus (Vergrösserung öffnet sich im neuen Fenster)Ers­te Sei­te vom er­wei­ter­ten PRI­OR-Al­go­rith­mus Quelle: BBK / DGKM

Um beide Schutzziele deutlicher als bisher im PRIOR® Vorsichtungssystem hervorzuheben, geben das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe und die Deutsche Gesellschaft für Katastrophenmedizin e.V. eine gemeinsam abgestimmte Erweiterung von PRIOR® mit dem Algorithmus vorangestellten besonderen Hinweisen zu einem möglichen Anschlag-MANV, einem CBRN-MANV und lebensbedrohenden Blutungen, bekannt. PRIOR steht für Primäres Ranking zur Initialen Orientierung im Rettungsdienst.

Ein Massenfall von Verletzten (MANV) bedingt die Notwendigkeit einer schnellstmöglichen Behandlung und Transport für vital bedrohte Betroffene. Diese sind durch (Vor-)Sichtung als erste zu identifizieren und mit lebensrettenden Sofortmaßnahmen zu versorgen. Vor Allem lebensbedrohende Blutungen müssen sofort gestillt werden, um das Überleben zu ermöglichen. Dabei ist stets der Eigenschutz der Einsatzkräfte zu beachten.