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22.06.2017Internationale Beziehungen

BBK ist neuer „Sendai National Focal Point“ des UN-Rahmenwerks für Katastrophenvorsorge

Die Bundesrepublik Deutschland hat sich verpflichtet, das „Sendai-Rahmenwerk für Katastrophenvorsorge 2015-2030“ der Vereinten Nationen umzusetzen. Gemäß dem Rahmenwerk sollen auf Regierungsebene nationale Koordinierungsstellen zur Umsetzung des Sendai-Rahmenwerks für Katastrophenvorsorge 2015-2030 eingerichtet werden. Das Bundesministerium des Innern (BMI), das Auswärtige Amts (AA) und das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) haben Anfang April das BBK beauftragt, diese nationale Koordinierungsstelle für die Bundesrepublik Deutschland einzurichten.

Blick zum Podium während der Tagung in Cancun in Mexiko Blick zum Podium während der Tagung in Cancun in Mexiko, BBK Sendai National Focal Point“ des UN-Rahmenwerks für Katastrophenvorsorge (Vergrösserung öffnet sich im neuen Fenster)Blick zum Po­di­um wäh­rend der Ta­gung in Can­cun in Me­xi­ko Quelle: BBK

Die ‚Koordinierende Geschäftsstelle Sendai‘ dient als Nationale Kontaktstelle und wird im Referat „Internationale Angelegenheiten“ der Abteilung II des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) angesiedelt. Sie ist u.a. für die Etablierung und Steuerung einer Nationalen Plattform sowie für die Umsetzungsprozesse des Internationalen Rahmenwerks zur Reduzierung von Katastrophenrisiken in Deutschland verantwortlich.

Die Geschäftsstelle übernimmt folgende Aufgaben:

Als nationaler Kontaktpunkt ist sie zum einen primärer Ansprechpartner für die Vereinten Nationen für die Abstimmungsprozesse im globalen Sendai-Prozess. Zum anderen ist sie damit beauftragt, die vorgesehenen Berichtspflichten gegenüber der Internationalen Strategie zur Katastrophenvorsorge der Vereinten Nationen (UNISDR) zu erfüllen. Dabei wird vor allem bei bestehenden internationaler Rahmenabkommen dem Kohärenzgedanken verstärkt Rechnung getragen, indem sowohl im nationalen als auch im internationalen Kontext Klimawandel, Nachhaltige Entwicklung und Katastrophenvorsorge besser als bisher miteinander verknüpft werden sollen.

Das BBK wird die im Rahmenwerk vorgesehene Nationale Plattform in enger Abstimmung mit den bundesweit beteiligten Ressorts und Akteuren aufbauen. Dazu werden alle wichtigen Akteure in einem aktiven Netzwerk zusammengeführt, um sich auszutauschen, relevante Themen aufzugreifen und Politik, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Wirtschaft als kompetente Berater bei der Umsetzung zu unterstützen.


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