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02.03.2016Psychosoziales Krisenmanagement

Psychosoziales Krisenmanagement für Menschen mit Behinderungen

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe koordiniert EU gefördertes Projekt

Am 1. März 2016 kamen die Vertreterinnen und Vertreter des von der Europäischen Kommission geförderten Projekts „European Network for Psychosocial Crisis Management – Assisting Disabled in Case of Disaster – Implementation (EUNAD-IP)“ in Bonn zusammen, um einen intensiveren Austausch zwischen allen Beteiligten voranzureiben.

Mobilität mit RollstuhlMo­bi­li­tät mit Roll­stuhl Quelle: Rai­ner Sturm / pi­xe­lio.de

EUNAD-IP verfolgt im Anschluss an die Forderungen der UN Behindertenrechtskonvention das übergeordnete Ziel, die Vorbereitung und Implementierung Psychosozialer Versorgungsangebote im Falle komplexer Gefahren- und Schadenslagen für Menschen mit Behinderung auf den Weg zu bringen. Ausgangslage ist, dass es nur wenige Forschungsergebnisse zu psychosozialen Bedarfen und zur speziellen Psychotraumatologie bei Menschen mit Behinderungen nach Notfällen gibt und Handlungsempfehlungen zum Psychosozialen Krisenmanagement für diese Zielgruppe nur unzureichend existierten. Seit Januar 2013 koordiniert das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) das Projekt.

EUNAD-IP greift die Ergebnisse und Forderungen aus einem vorherigen Projekt auf, dass zunächst auf die Gruppe der Menschen mit Sinnesbehinderungen (Seh- und Hörbehinderungen) fokussierte. Mit EUNAD-IP werden Menschen mit physischer und geistiger Behinderung in Krisenmanagementkonzepte integriert und beispielsweise Trainingskonzepte für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus den Einsatzorganisationen, der Psychosozialen Akuthilfe und Fachleuten der mittel- und langfristigen psychosozialen Versorgung, erprobt und evaluiert. Darüber hinaus werden Trainingsmodule für Menschen mit Behinderungen vorangetrieben, um die Selbsthilfekompetenzen in Notfallsituationen zu stärken.

Weitere Informationen unter:

Partner im Projekt EUNAD IP sind:

  • Universität Innsbruck (Österreich)
  • Charles Universität, Prag (Tschechische Republik)
  • Zentrum für Psychotraumatologie, Alexianer Krefeld GmbH (Deutschland),
  • Norwegian Centre of Violence and Traumatic Stress Studies, Oslo (Norwegen)
  • University of Southern Denmark, Odense (Dänemark)

Kooperationspartner im wissenschaftlichen Beirat des Projektes sind:

  • Israel Trauma Coalition: Response and Preparedness, Jerusalem (Israel)
  • Sociedad Española de Psicotraumatología y Estrés Traumatico (SEPET-D), Madrid (Spanien)
  • Group de support psychologique, Le gouvernement du grand-duché de Luxembourg (Luxemburg)
  • Impact, National knowledge and advice Centre for psychosocial care concerning critical incidents, Partner in Arq Psychotrauma Expert Group, Amsterdam (Niederlande)

Die Ergebnisse der Projekte EUNAD und EUNAD-IP können unter www.eunad-info.eu abgerufen werden.


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