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28.10.2016Aus- und Weiterbildung

Seminar zum „ BOS-übergreifenden Management von Terrorismuslagen“

Ende September fand an der BBK-eigenen Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) das Seminar „ BOS-übergreifendes Management von Terrorismuslagen I“ statt. Das seit mehreren Jahren von der AKNZ regelmäßig durchgeführte Seminar ist auf Grund der sich verschärfenden Sicherheitslage in Europa und damit auch in Deutschland höchst aktuell und in zunehmendem Maße ein wichtiger Bestandteil des Ausbildungsangebotes des Referates IV.4: Wissenschaft, Technik und Gesundheit.

Ziel dieses Seminars ist es, Führungskräfte aus dem Bereich der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr, z.B. von Feuerwehren und Rettungsdiensten, aber auch der Polizei für die Gefahren und Besonderheiten von speziellen Einsatzlagen – wie Terrorismus- oder Amoklagen – zu sensibilisieren und die Handlungsfähigkeit in eben solchen Situationen zu erhöhen. Dazu werden Hintergründe zu verschiedenen Wissenskomplexen um das Thema Terrorismus vermittelt sowie basistaktische Grundlagen in praktischen Übungen vermittelt.

Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Betrachtung und Analyse der Schnittstellen zwischen den einzelnen beteiligten Organisationen und Institutionen beim medizinischen Management solcher Ereignisse. Hierbei spielt die Schnittstelle zwischen der polizeilichen und nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr eine besondere Rolle.

Feuer in einem Gebäude - Übung mit einer besonderen Schadenslage Feuer in einem Gebäude - Übung mit einer besonderen Schadenslage, AKNZ-Seminar: Management von Terrorismuslagen (Vergrösserung öffnet sich im neuen Fenster)Aus­schnitt aus ei­ner prak­ti­schen Übung mit ei­ner be­son­de­ren Scha­dens­la­ge Quelle: BBK

Über die Vermittlung von Grundlagen und von Hintergrundwissen sollen die Teilnehmer in die Lage versetzt werden, eine eigene Gefährdungsabschätzung und -beurteilung sowohl in der Vorbereitung auf solche Ereignisse in ihren Heimatgliederungen als auch für ihre Handlungen als Führungskraft bei realen Ereignissen durchzuführen. Des Weiteren bekommen die Seminarteilnehmer ausreichend Informationen an die Hand, um als Multiplikatoren für die Sensibilisierung für solche Ereignisse in ihren Heimatgliederungen präventiv wirken zu können.

Durch die realitätsnahen Übungen machen die Teilnehmer ihre eigenen praktischen Erfahrungen zu einzelnen wichtigen Teilaspekten in der Reaktion auf diese besonderen Schadenslagen. Damit werden sie in die Lage versetzt, die Erkenntnisse aus ihren „simulierten“ Erfahrungen sowohl in ihre Entscheidungsfindungen als Führungskräfte und Einsatzleiter wie auch als Verantwortliche für die Sensibilisierung und die Ausbildung in ihren Heimatgliederungen einfließen zu lassen.

Aufbauseminare zur zielgruppenspezifischen Vertiefung der Thematik sind in der Planung.


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