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17.12.2015Presse

Frühe Verantwortung im Bevölkerungs- und Brandschutz

Die Jugendfeuerwehr Endenich hat interessierten Journalisten gezeigt, wie aufwendig die Wartung eines Trinkwassernotbrunnens ist. BBK-Präsident Unger lobte das Verantwortungsbewusstsein der jugendlichen Ehrenamtlichen.

Gerade hat der NRW-Landtag das neue Brandschutz-, Hilfeleistungs- und Katastrophenschutzgesetz (BHKG) beschlossen, das voraussichtlich am 1. Januar 2016 in Kraft tritt. Darin geht es vor allem um drei Aspekte. Der Katastrophenschutz soll aufgewertet und an aktuelle Bedrohungen angepasst werden, Brandschutzregelungen modernisiert und die zentrale Rolle des Ehrenamts weiter gestärkt werden. In ganz Deutschland ist das ehrenamtliche Engagement der Bürger weiterhin stark und damit eine wichtige Säule im System des Bevölkerungsschutzes.

Die Jugendfeuerwehr Endenich zeigt, wie aufwendig die Wartung eines Trinkwassernotbrunnens ist. Die Jugendfeuerwehr Endenich zeigt, wie aufwendig die Wartung eines Trinkwassernotbrunnens ist., Trinkwassernotbrunnen (Vergrösserung öffnet sich im neuen Fenster)Die Ju­gend­feu­er­wehr En­de­nich zeigt, wie auf­wen­dig die War­tung ei­nes Trink­was­ser­not­brun­nens ist. Quelle: Schip­pers / BBK

Mit dem neuen Gesetz wird es auch in NRW einfacher möglich sein, Kinderfeuerwehren aufzubauen. Bisher durften Kinder erst mit dem zehnten Lebensjahr in die Jugendfeuerwehr, nun soll es Kinderfeuerwehren für Sechs- bis Zwölfjährige geben. Kinder können so schon sehr früh spielerisch an Brandschutz herangeführt werden, die Grundlagen der Ersten Hilfe lernen und in jungen Jahren Verantwortungsbewusstsein entwickeln. Dass das Interesse bei Kindern und Jugendlichen daran groß ist, lässt sich an über 18.000 Jugendfeuerwehren mit fast 250.000 jungen Feuerwehrmännern und immerhin 62.000 jungen Feuerwehrfrauen erkennen.

Der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) Christoph Unger begrüßt das große Engagement junger Menschen in den Feuerwehren: „Die Jungs von der Jugendfeuerwehr Bonn-Endenich zeigen, wie die frühe Übernahme von Verantwortung hervorragend funktioniert und zur Selbstverständlichkeit wird. Sie sind voll motiviert und ein wichtiges Element für die Sicherheit der Menschen vor Ort.“
Salva, Lucas, Lennard, Felix, Tim und Jan sind gemeinsam mit ihrem Jugendwart Stefan Schmitz für die regelmäßige Wartung der drei Trinkwassernotbrunnen des Bundes in Endenich zuständig. Diese müssen jeweils zweimal im Jahr gesäubert und betrieben werden. Dabei werden die Wasserqualität überprüft und alle notwendigen Geräte und Werkzeuge getestet. Im Ernstfall wären die Jungs durch diese anspruchsvollen Übungen in der Lage, die Trinkwassernotbrunnen in Betrieb zu nehmen und so etwa 6.000 Menschen mit Trinkwasser zu versorgen.

Peter Fischer, Experte für Wassersicherstellung im BBK, erklärt das System der Notversorgung mit Trinkwasser: „In Deutschland gibt es mehr als 5.000 Trinkwassernotbrunnen. Diese wurden vom Bund finanziert und gebaut, die Aufsicht über die Umsetzung des Wassersicherstellungsgesetztes hat das BBK. Die Bundesländer sind für den Erhalt der Brunnen zuständig, die Wartung vor Ort wird an die Kommunen delegiert. Dort übernehmen das dann z.B. Feuerwehren, THW oder die Wasserversorger. Dass sich hier in Endenich die Jugendfeuerwehr so toll kümmert, ist etwas ganz Besonderes.“

In Zusammenarbeit mit den Ländern wird im BBK an einem Prioritätenprogramm für Notbrunnen in Verbindung mit mobiler Ausrüstung gearbeitet. Damit soll eine flächendeckende Trinkwasserversorgung für Notfälle in Deutschland bereitgestellt werden.

Bei der letzten Wartung eines Brunnens hat das BBK die Jungs von der Jugendfeuerwehr Endenich übrigens mit der Kamera begleitet. Das Ergebnis und wie eine solche Wartung überhaupt funktioniert, sehen Sie hier:

Informationen zur Wassersicherstellung und Trinkwassernotbrunnen


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