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11.09.2015KRITIS

„Risikoanalyse Tunnelleitzentrale. Empfehlungen für eine einrichtungsbezogene Risikoanalyse“ -
Neue Publikation in der Reihe „Praxis im Bevölkerungsschutz“

Die Tunnel zu überwachen, einen reibungslosen Tunnelbetrieb zu gewährleisten und im Ereignisfall die notwendigen Maßnahmen zur Rettung von Personen einzuleiten sowie die Einsatzleitung zu unterstützen, gehört zu den wesentlichen Aufgaben einer Tunnelleitzentrale. Der Ausfall einer Tunnelleitzentrale würde somit nicht nur die Sicherheit im Tunnel beeinträchtigen, sondern – sofern Tunnel gesperrt werden müssen – auch verkehrliche Auswirkungen nach sich ziehen.

In der vorliegenden Publikation wird eine methodische Vorgehensweise zur Durchführung einer Risikoanalyse für Tunnelleitzentralen aufgezeigt. Ziel ist es, die Betreiber von Tunnelbauwerken anzuregen, ein Risikomanagement für Tunnelleitzentralen zu etablieren, um die Betriebsabläufe ausfallsicherer zu gestalten, Schäden an Menschen und Umwelt zu vermeiden sowie rechtliche oder vertragliche Anforderungen zu erfüllen.

Die vorgestellte Methodik, mit der sowohl Fragen der IT-Sicherheit als auch allgemeine Sicherheitsaspekte zusammengeführt werden, wurde zwar mit dem Fokus Tunnelleitzentralen erarbeitet, sie ist aber grundsätzlich auch für andere vergleichbare Einrichtungen, die Überwachungs- und Steuerungsfunktionen wahrnehmen, also z.B. Verkehrsleitzentralen oder Leitstellen von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) anwendbar.

Die Empfehlungen zur Durchführung einer Risikoanalyse wurden vom BBK im Rahmen des Forschungsprojekts SKRIBTPlus „Schutz kritischer Brücken und Tunnel“ erarbeitet, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms „Forschung für die zivile Sicherheit“ von 2012 bis 2014 gefördert wurde.

Praxis im Bevölkerungsschutz: