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13.07.2015KRITIS

„Ereignismanagement für Straßentunnel – Empfehlungen für Betriebs- und Einsatzdienste“

Neuauflage der Publikation in der Reihe „Praxis im Bevölkerungsschutz“

Was unterscheidet Einsätze bei einem Tunnelbrand von anderen Brandeinsätzen? Auf welche Großschadenslagen sollten sich Einsatzkräfte vorbereiten? Wie könnten Schulungen oder Übungen aufgebaut werden? Welche Vorteile bieten soziale Medien bei der Ereignisbewältigung? Und wie verhalten sich eigentlich die Nutzer eines Tunnels im Ereignisfall?

Deckblatt Deckblatt, Ereignismanagement für Straßentunnel – Empfehlungen für Betriebs- und Einsatzdienste (Vergrösserung öffnet sich im neuen Fenster)Rei­he: Pra­xis im Be­völ­ke­rungs­schutz - Band 9

Auf diese und weitere Fragen wie organisatorische und betriebliche Maßnahmen zur Vorbereitung auf Schadensereignisse in Straßentunneln oder zur Unterstützung der Selbst- und Fremdrettung gibt die in der Reihe „Praxis im Bevölkerungsschutz“ erschienene Publikation „Ereignismanagement für Straßentunnel – Empfehlungen für Betriebs- und Einsatzdienste“ Antworten. Der Band wurde erstmalig im April 2013 veröffentlicht und dokumentierte die Ergebnisse des BBK im Projekt SKRIBT “Schutz kritischer Brücken und Tunnel im Zuge von Straßen“, das im Rahmen des Programms der Bundesregierung „Forschung für die zivile Sicherheit“ von 2009 – 2012 durchgeführt wurde. Ziel war es, bewährte Praktiken im Kontext eines umfassenden Ereignismanagements für Straßentunnel aufzuzeigen und Empfehlungen für organisatorische sowie betriebliche Maßnahmen für die im Ereignisfall involvierten Institutionen und Einsatzdienste zu geben.

Im Zuge der Weiterbearbeitung dieser Thematik mit dem Fokus auf Großschadensereignisse in Straßentunneln im Nachfolgeprojekt SKRIBTPlus, wurden ergänzende Aspekte herausgearbeitet, welche im Zusammenhang mit der Vorbereitung auf Schadensereignisse und die Ereignisbewältigung von Bedeutung sind. In der nun vorliegenden, inhaltlich erweiterten Fassung der Broschüre werden insbesondere die Kommunikation zwischen den Einsatzdiensten im Ereignisfall sowie die Krisenkommunikation näher beleuchtet. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei den sozialen Medien, die heutzutage eine nicht zu unterschätzende Rolle in der Krisen-kommunikation und der Katastrophenhilfe einnehmen. Ein weiteres Thema sind Gefahrgutszenarien, für die es – werden giftige Gase freigesetzt – entsprechende Vorbereitungen hinsichtlich der Lüftungssteuerung und Vorkehrungen der Evakuierung zu treffen sind.

Die Publikation richtet sich an die im Ereignisfall zuständigen Institutionen und Einsatzdienste, insbesondere an die Tunnelbetreiber, das Tunnelbetriebspersonal sowie die Einsatzkräfte der Feuerwehr, der Polizei und der Rettungsdienste und soll den beteiligten Akteuren Anregungen für die Praxis bieten.