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Sicherheit der Trinkwasserversorgung

Teil 1: Risikoanalyse

Ausreichend vorhandenes Trinkwasser ist Grundlage für das reibungslose Funktionieren eines Gesellschafts- und Wirtschaftssystems. Insbesondere in Staaten, in denen die Gesellschaft an die dauerhafte Verfügbarkeit von Trinkwasser gewöhnt ist, kann der Ausfall der Trinkwasserversorgung, je nach Szenario, weit reichende und schwer abschätzbare Folgen auf der regionalen und unter Umständen auch nationalen Ebene haben.

Sicherheit der Trinkwasserversorgung; Praxis im Bevölkerungsschutz Band 15 , Deckblatt Sicherheit der Trinkwasserversorgung; Praxis im Bevölkerungsschutz Band 15 , Deckblatt , Sicherheit der Trinkwasserversorgung (Vergrösserung öffnet sich im neuen Fenster) Pra­xis im Be­völ­ke­rungs­schutz Band 15 , Deck­blatt Quelle: BBK

So stellt z.B. der Klimawandel neue Herausforderungen an die Versorgungsinfrastrukturen, u.a. durch die Häufung von Extremwetterereignissen in Form von Starkniederschlägen oder Trockenperioden. Überdies können Cyber-Angriffe auf Infrastruktureinrichtungen, wie solche zur Wasserversorgung, die Versorgungssicherheit gefährden.

Um auch in Zukunft auf solche Ereignisse oder andere Störungen der Trinkwasserversorgung optimal vorbereitet zu sein, wurde vom BBK eine ganzheitliche, praxisnahe Vorgehensweise für die Risikoanalyse und Notfallvorsorgeplanung der Trinkwasserversorgung für Kommunen in Zusammenarbeit mit Wasserversorgungsunternehmen und Behörden erarbeitet.

Die Einbeziehung aller wichtigen Aufgabenträger zur Sicherstellung der Wasserversorgung in den Kommunen in die Risikoanalyse und Notfallvorsorgeplanung ist hierbei ein wichtiges Anliegen. Grundsätzlich ist die Wasserversorgung im Rahmen der kommunalen Daseinsvorsorge eine gemeindliche Pflichtaufgabe, die vor allem bei Ausfall der leitungsgebundenen Versorgung verschiedene Aufgabenbereiche innerhalb und außerhalb der Kommune (Gesundheitsbehörde, Katastrophenschutzbehörde) betrifft. Die hier beschriebene Vorgehensweise einer Risikoanalyse soll alle Beteiligten – Unternehmen und insbesondere auch die zuständigen Behörden – gemeinsam darin unterstützen, mögliche Risiken zu erkennen und diese unter Berücksichtigung der Verwundbarkeit des Versorgungssystems richtig zu bewerten. Damit liefert sie wichtige Hinweise für eine bedarfsgerechte und tragfähige Notfallvorsorgeplanung. Von besonderer Bedeutung ist, eine Sensibilisierung aller beteiligten Aufgabenträger der Wasserversorgung für das Thema Versorgungssicherheit zu erreichen.


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