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Warnung für alle Fälle – das Modulare Warnsystem von Bund, Ländern und Kommunen

Bei einem Unfall in einem Chemiewerk entsteht eine Giftgaswolke und zieht in Richtung bewohntes Gebiet. In so einem Fall muss die Bevölkerung schnellstmöglich gewarnt werden. Aber wie? Dafür wurde MoWaS entwickelt. Das BBK stellte in der Zivilschutzverbindungsstelle Kalkar in Uedem gemeinsam mit dem Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes NRW und der Berufsfeuerwehr Köln die Entwicklung des Modularen Warnsystems von Bund und Ländern vor.

Blick in die Leitzentrale der Zivilschutzverbindungsstelle Kalkar Blick in die Leitzentrale der Zivilschutzverbindungsstelle Kalkar, Pressekonferenz Uedem (Vergrösserung öffnet sich im neuen Fenster)Ne­ben Ra­dio oder Fern­se­hen soll das neue Ka­ta­stro­phen- und Ge­fah­ren­warn­sys­tem die Be­völ­ke­rung auch über Rauch­mel­der, Han­dys oder In­ter­net alar­mie­ren. Quelle: Die­ker / BBK

Der Bund hält seit 2001 das Satellitengestützte Warnsystem (SatWaS) zur Warnung der Bevölkerung im Spannungs- und Verteidigungsfall bei Luftkriegsgefahren vor. Mit diesem Kommunikationssystem werden mehr als 160 Rundfunkanstalten, Internetanbieter und Paging-Dienste erreicht und Warnmeldungen können so mit sehr kurzer Übertragungszeit und hoher Priorität versendet werden.

BBK-Präsident Christoph Unger bei der Pressekonferenz BBK-Präsident Christoph Unger bei der Pressekonferenz, Pressekonferenz Uedem (Vergrösserung öffnet sich im neuen Fenster)Prä­si­dent des BBK Chri­stoph Un­ger be­ant­wor­te­te die Fra­gen der zahl­rei­chen Me­di­en­ver­tre­ter Quelle: Die­ker / BBK

Auf Basis von SatWaS entwickeln Bund, Länder und Kommunen gemeinsam das neue Modulare Warnsystem (MoWaS), das auch bei regionalen Gefahren wie Sturm, Hochwasser oder Chemieunfällen zur Warnung der Bevölkerung eingesetzt werden kann.

Dazu führte Unger aus: „Mit dem neuen Modularen Warnsystem wollen wir es schaffen, dass die Akteure auf der Landesebene und auf der kommunalen Ebene den technischen Background nutzen können, um die Bevölkerung sehr schnell warnen zu können. Allein schon aus Kostengründen werden wir den Ausbau dieses System nur gemeinsam schultern können. Daher appelliere ich an Bund, Länder und Kommunen dieses Projekt in Kooperation zu Ende zu bringen.“

Bei einem Pressekonferenz hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe das neue Modulare Warnsystem als gemeinsames Projekt von Bund, Ländern und Kommunen am 12. September 2012 in der Zivilschutzverbindungsstelle Kalkar in Uedem vorgestellt.

Gerrit Möws bei der Pressekonferenz Gerrit Möws bei der Pressekonferenz, Pressekonferenz Uedem (Vergrösserung öffnet sich im neuen Fenster)Ger­rit Möws, zu­stän­di­ger Pro­jekt­lei­ter im BBK, prä­sen­tier­te das Mo­du­la­re Warn­sys­tem Quelle: Die­ker / BBK

Als Gesprächspartner von Seiten des Bundes stand neben Christoph Unger auch Gerrit Möws, zuständiger Projektleiter im BBK, zur Verfügung. Er sagte unter anderem: „Die Bedrohungslage heute ist wesentlich komplexer als früher, deshalb reicht die Sirene zur Warnung der Bevölkerung schon längst nicht mehr aus. In diesem Kontext wollen wir dem Bürger eine Handlungsempfehlung geben, sprich ihn dazu befähigen, auf eine Bedrohung wie eine Giftgaswolke oder eine Flutwelle rechtzeitig zu reagieren und ihn somit schützen.“

Dr. Hans-Georg Fey, Leitender Ministerialrat im Ministerium für Inneres und Kommunales NRW und Stephan Neuhoff, Leiter der Berufsfeuerwehr Köln gehörten zu den Referenten.

Die heutige Konzeption der Warnung

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