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Wenn der Strom ausfällt

Informationen und Empfehlungen dazu vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK)

Der Kabelbrand bei der Berliner S-Bahn am 23. Mai 2011 führte zu erheblichen Stromausfällen im Netz der Bahn. In Folge dessen kam es zu größeren Beeinträchtigungen im Bahnverkehr. Dieses Ereignis wie beispielsweise auch der Stromausfall im Münsterland im Jahr 2005 zeigen, dass es ohne Strom zu größeren infrastrukturellen Problemen wie auch zu massiven Versorgungsengpässen im Alltag kommen kann. Das BBK beschäftigt sich seit Jahren mit dieser Problematik. Vertreter des BBK nahmen an einem öffentlichen Fachgespräch im Deutschen Bundestag zum Thema „Großräumiger und andauernder Stromausfall in Deutschland – eine nationale Katastrophe?“ am 25. Mai 2011 als Sachverständige teil.

Großflächige lang anhaltende Stromausfälle beschäftigen das BBK schon seit dessen Gründung im Jahr 2004. Bereits im selben Jahr wurde eine länderübergreifende Krisenmanagementübung (LÜKEX) mit dem Szenario eines mehrwöchigen Stromausfalls in zwei Bundesländern aufgrund eines Wintersturmereignisses durchgeführt. Bundes- und Landesbehörden im Schulterschluss mit Betreibern Kritischer Infrastrukturen (KRITIS) übten die Bewältigung einer solchen komplexen Krise.

Aus den Ergebnissen der LÜKEX 2004 entstand ein Projekt mit dem Innenministerium Baden-Württemberg, der Energie Baden-Württemberg (EnBW), der Universität Karlsruhe mit dem Center of Disaster Management and Risk Reduction Technology (CEDIM) und dem BBK, infolge dessen das 2011 veröffentlichte Krisenhandbuch Stromausfall entwickelt wurde.

In verschiedenen weiteren Projekten befasst sich das BBK mit Risiken für die Stromversorgung und Risiken für ausgewählte Infrastrukturen aufgrund eines Stromausfalls. Dazu gehören unter anderen:

GRASB (Szenarienorientierte Grundlagen und innovative Methoden zur Reduzierung des Ausfallrisikos der Stromversorgung unter Berücksichtigung der Auswirkungen auf die Bevölkerung – Projekt aus BMBF Rahmenprogramm „Forschung für die zivile Sicherheit“)

KritisKat (Identifizierung und Darstellung von kritischen Infrastrukturelementen mit nationaler und/oder transnationaler Funktion, Bewertung der Risiken und Entwicklung spezifischer Maßnahmenkataloge für besonders kritische Infrastrukturelemente aus gesellschaftlichem Blickwinkel)

KritisGM (Identifizierung und Darstellung von kritischen Infrastrukturelementen mit nationaler und/oder transnationaler Funktion in der Gas- und Mineralölversorgung, Bewertung der Risiken und Entwicklung spezifischer Maßnahmenkataloge für besonders kritische Infrastrukturelemente aus gesellschaftlichem Blickwinkel)

Darüber hinaus vernetzt das BBK Behörden und Betreiber Kritischer Infrastrukturen mit dem Ziel Bevölkerungsschutz in den strategischen Entscheidungen der Akteure zu implementieren. Unsere Partner sind Behörden auf Bundes und Landesebene, Gremien der Europäischen Union, Key Player aus dem Feld der Kritischen Infrastrukturen wie auch Hochschulen und die United Nations-University in Bonn.

Nachfolgend finden Sie zum Thema weiterführende Informationen und Empfehlungen vom BBK: