Erfahren Sie, wie das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (kurz: BBK) Betreuung für Personen, die  von Kriegseinwirkungen betroffen sind, sicherstellt. Dazu gehören Unterbringung, soziale Versorgung und die Deckung grundlegender Bedürfnisse.

Was meint Betreuung im Zivilschutz?

Betreuung im Zivilschutz meint ...

... die Unterbringung und Versorgung, inklusive sozialer Versorgung, einschließlich psychischer Erster Hilfe sowie die Deckung der Grundbedürfnisse von betroffenen, aber unverletzten Personen, die aufgrund von Kriegseinwirkungen wohnungslos geworden sind.

Teilfähigkeiten der Betreuung sind insbesondere

  • das Einrichten und der Betrieb von Notunterkünften
  • das Einrichten und der Betrieb von Verpflegungsstellen
  • die soziale Grundbetreuung und Vermittlung in weiterführende administrative und psychosoziale Notfallversorgung
  • die Begleitung besonders hilfsbedürftiger Personen
  • die Registrierung von Personen, Dokumentation und Suchdienstanforderungen

Betreuungsmix

 Der Bund setzt auf einen Betreuungsmix, das heißt, dass im Spannungs- und Verteidigungsfall unterschiedliche Unterkunftsformen die Betreuung der unverletzt Betroffenen sicherstellen.

  • Bei der „Betreuung in festen Unterkünften“ werden die Betroffenen in Hotels, oder Turnhallen untergebracht. Diese sind so ertüchtigt, das heißt mit entsprechendem Material aufgerüstet und vorbereitet, dass die Unterbringung von vielen Menschen möglich wird.
  • Bei der „Betreuung in Bewegung“ werden die Menschen entlang der Fluchtrouten auf ihrem Weg betreut und versorgt.
  • Bei der Betreuung in sogenannten „halbmobilen Unterkünften“, wie beispielsweise den Mobilen Betreuungsmodulen 5.000 (kurz MBM 5.000), werden Unterkünfte „auf der grünen Wiese“ aufgebaut.

Ziel ist stets, das Überleben der von Kriegseinwirkungen betroffenen Personen sicherzustellen und lebenswichtige Grundbedürfnisse nach Obdach, Wärme, Wasser und Verpflegung zu gewährleisten

Die Aufgabenbereiche des BBK

  • Konzepte und Fähigkeiten für den Betreuungsdienst

    Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe entwickelt Konzepte und stellt Fähigkeiten für den Betreuungsdienst im Zivilschutz bereit. Hierzu zählen unter anderem

    • die Entwicklung von Rahmen- und Fähigkeitskonzepten,
    • die Bereitstellung zusätzlicher betreuungsdienstlicher Fähigkeiten als Teil der ergänzenden Ausstattung,
    • die Förderung betreuungsdienstlicher Forschungsprojekte sowie
    • die Begleitung von Erprobungen und Übungen.

Mobile Betreuungsmodule 5.000

Ein aufgebautes mobiles Betreuungsmodul 5.000 (kurz MBM 5.000) ist eine weitgehend autark funktionierende mobile Unterkunfts- und Betreuungseinrichtung.

Die Geräte und Materialien, die für die Unterbringung, Versorgung und Betreuung von bis zu 5.000 obdachlos gewordenen Menschen benötigt werden, werden beschafft und in großen Lagerhallen vorgehalten.

Sie können sich ein einzelnes mobiles Betreuungsmodul als eine Art mobile Kleinstadt unter anderem mit Unterkunftszelten, Sanitäreinrichtungen, Energieversorgung, Küchencontainer und Speisezelten vorstellen.

Forschung für bessere Betreuung

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (kurz: BBK) entwickelt kontinuierlich Konzepte und stellt Fähigkeiten bereit, um auf Betreuungslagen im Zivilschutz bestens vorbereitet zu sein.

Durch die Förderung von Forschungsprojekten und die Unterstützung wissenschaftlicher Arbeiten trägt das BBK dazu bei, die Betreuung von unverletzt betroffenen Personen nach modernsten Standards zu gewährleisten.

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