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Internationale Gesundheitsvorschriften (IGV)

Meldebogen zur Information der WHO bei Gesundheitsgefahren, die durch Einwirkung chemischer Stoffe verursacht werden

Das BBK hat neben seiner Aufgabe als nationale IGV-Anlaufstelle im GMLZ auch die Funktion der entscheidungsbefugten Bundesbehörde bei Ereignissen im Bereich chemischer Gefahren.
Dazu hat sie die entsprechend § 4 Absatz 1 IGV-DG (2013) zugeleiteten Ereignismeldungen auf Grundlage des vorgegebenen Entscheidungsschemas der WHO inhaltlich zu prüfen.

IGV - Meldebogen bei chemischen Gefahren IGV - Meldebogen bei chemischen Gefahren, IGV - Meldebogen bei chemischen Gefahren (Vergrösserung öffnet sich im neuen Fenster)IGV - Mel­de­bo­gen bei che­mi­schen Ge­fah­ren

Um im potentiellen Ereignisfall eine rasche Informationsweitergabe an das BBK zu erleichtern, können die jeweils zuständigen

  • Bundesoberbehörden, die Gesundheitsgefahren überwachen,
  • die zuständige Landesbehörden,
  • die zuständige Stellen der Bundeswehr
  • und das Auswärtige Amt

den folgenden Meldebogen verwenden:
Meldebogen bei chemischen Gefahrenlagen
und ausgefüllt an das

Gemeinsame Melde- und Lagezentrum von Bund und Ländern (GMLZ)
Bundesamt für Bevölkerungsschutz
und Katastrophenhilfe
Provinzialstraße 93
53127 Bonn
Tel.: +49 (0) 228 99 550-2199
Fax: +49 (0) 228 99 550-2189
Mail: gmlz@bbk.bund.de

senden.

Welche Ereignisse im Bereich chemischer Gefahren müssen an die WHO gemeldet werden?

Der WHO sind Gesundheitsgefahren mitzuteilen, die durch:

  • Gefahrgutunfälle oder Störfälle in Chemie- oder Industriebetrieben,
  • chemisch belastete Lebensmittel,
  • chemisch belastete Verbraucherprodukte
  • oder chemisch belastete Arzneimittel- und Medizinprodukte

hervorgerufen werden, sofern diese eine internationale Dimension annehmen könnten (gemäß dem Entscheidungsschema der WHO, Anlage 2 IGV 2005).
Auch Ereignisse mit chemischen Gefahrenlagen als Folge einer Naturkatastrophe oder eine absichtliche Ausbringung von Chemikalien sind der WHO anzuzeigen.

Welche Informationen sind im möglichen Ereignisfall an die WHO weiterzuleiten?

Der Bericht an die WHO sollte alle relevanten Informationen zum Ereignis und sämtliche, als Reaktion auf das Ereignis durchgeführten Gesundheitsmaßnahmen enthalten.
Dazu zählen zum Beispiel Angaben über die Gesamtanzahl der Krankheits- und Todesfälle, Informationen über mögliche Laborergebnisse oder Angaben zu Quelle und Art des Risikos (siehe Artikel 6 Absatz 1 und Absatz 2 IGV 2005).
Sollten zum Berichtszeitpunkt noch nicht sämtliche Informationen vorliegen, so können diese in einer Folgemeldungen nachgereicht werden.

Wie schnell muss die WHO informiert werden?

Gemäß der im Jahr 2005 novellierten IGV sind u. a. chemische Ereignisse, die zu einer gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite führen könnten, sowie sämtliche, als Reaktion auf solche Ereignisse durchgeführten Maßnahmen, innerhalb von 48 Stunden zu bewerten und der WHO u n v e r z ü g l i c h (spätestens jedoch binnen 24 Stunden nach Bewertung) über die nationale IGV-Anlaufstelle zu übermitteln.

Weiterführende Informationen und Links:

Stand: März 2017

BBK: Referat III.1 Forschung und Grundlagen


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