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Bauliche Sicherheit

Kleine Maßnahmen, große Wirkung

Personensicherungssystem bei Dacharbeiten Personensicherungssystem bei Dacharbeiten, Personensicherungssystem bei Dacharbeiten (Vergrösserung öffnet sich im neuen Fenster)Per­so­nen­si­che­rungs­sys­tem bei Dach­ar­bei­ten Quelle: Hei­ke He­ring; pi­xe­lio

Sie fühlen sich wohl in dem Haus oder in der Wohnung, in der Sie wohnen? Fühlen Sie sich auch sicher? Es sind nicht nur extreme Wetterlagen, die die Sicherheit in Gebäuden gefährden können. Ausfälle von Strom, Wasser, Energie oder Telekommunikation machen das Leben unsicher. Sie können dagegen etwas tun. In vielen Fällen
reichen schon kleinere bauliche Maßnahmen, um die Sicherheit deutlich zu steigern. Nachfolgend finden Sie eine kleine Auswahl von Dingen, die Sie tun oder veranlassen
können.

Mehr Sicherheit am Haus

Das Dach

  • Lassen Sie die Dachdeckung mit Sturmhaken und ausreichender Vernagelung sichern.
  • Beugen Sie Dachlawinen mit Schneefanggittern vor (Verkehrssicherungspflicht bei Bürgersteigen usw.).
  • Bei Schneelast sind Flachdächer und weit gespannte Decken besonders gefährdet.
  • Sichern Sie den Dachstuhl und die Dachhaut durch zusätzliche Befestigungen gegen Abheben bei Orkanböen.
  • Lassen Sie bei geneigten Dächern Windrispen in kreuzweiser Anordnung anbringen.

Die Außenanlagen

  • Denken Sie beim Baumbestand in Hausnähe an die Gefahr des Windbruchs.
  • Sichern Sie Markisen und Überdachungen gegen Stürme.

Das Abwasser

  • Installieren Sie Rückstauverschlüsse in Abwasserleitungen und kontrollieren Sie regelmäßig deren einwandfreie Funktion.
  • Mit einer Hebeanlage können Sie Abwasser aus tiefer gelegenen Geschossen entsorgen; diese Leitungen müssen deutlich oberhalb des Rückstauniveaus geführt werden.
  • Eine leistungsfähige Tauchpumpe ermöglicht in Verbindung mit einem Pumpensumpf das Abpumpen eventuell eingedrungenen Wassers. Pumpensümpfe sollten an mehreren Stellen in überflutungsgefährdeten Geschossen und in Ausgangsnähe vorgesehen werden.
  • Fliesenbeläge und wasserfeste Bau- und Dämmmaterialen in den Untergeschossen ermöglichen im Bedarfsfall eine effektive Entsorgung von Wasser und Schlammrückständen.

Die Elektroversorgung

  • Lassen Sie die Elektroanlage hinsichtlich des Schutzes vor Überspannungen und auf Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCD, früher FI-Sicherung) kontrollieren und im Bedarfsfall ergänzen.
  • Ist der Blitzschutz des Hauses ausreichend ausgelegt?
  • Für gefährdete Geschosse sollte es komplett getrennte Stromkreise geben, die bei Bedarf vollständig stromlos geschaltet werden können.
  • Legen Sie Zählerkästen, den Hausanschluss etc. überflutungssicher an.
  • Wenn Sie in einem Überflutungsgebiet wohnen, sollten Sie überlegen, ein leistungsstarkes, kleines Notstromaggregat vorzuhalten (Tauchpumpe!)

Die Heizung

  • Sichern Sie Tankanlagen im Haus und im Außenbereich gegen Aufschwimmen.
  • Planen Sie auch die Möglichkeit des Betriebs der kompletten Heizungsanlage über Notstrom mit ein.
  • Die Heizungsanlage selbst sollte auch gegen Überflutungen gesichert werden.

Katastrophengefährdung

Wie gefährdet ist Ihre Wohnumgebung durch Hochwasser, Überflutung, Erdbeben, Brandgeschehen oder in einem anderen Notfall? Wenn Sie in einem gefährdeten
Gebiet leben, treffen Sie entsprechende Vorkehrungen.

Überlassen Sie nichts dem Zufall, wenn es um die Sicherheit geht.


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