Mitteilung zu Kleeblattverlegungen

Information des Strategischen Steuerungsgremiums „Kleeblatt“
Stand: 05.05.2022 - 20:00 Uhr

Weitere Erkrankte und Verletzte aus Ukraine in Deutschland eingetroffen – Verlegungen in die Kleeblätter West und Süd

Deutschland nimmt weitere Patientinnen und Patienten aus der Ukraine auf. Sie werden nach dem sogenannten Kleeblattkonzept verteilt, welches Bund und Länder während der Corona-Pandemie entwickelt haben.

Die Bundeswehr hat heute erneut 30 Patientinnen und Patienten aus der Ukraine in Polen aufgenommen und nach Deutschland geflogen. Diese werden nun in Krankenhäusern in den Kleeblättern West und Süd behandelt.

Wir bitten, die Privatsphäre der Beteiligten zu respektieren. Aus diesem Grund wird das BBK über diese Meldung hinaus keine weiteren persönlichen Informationen zu den Patientinnen und Patienten veröffentlichen.

BBK koordiniert Krankentransporte

Im Auftrag des Bundes nimmt das BBK Hilfeleistungsersuchen der Ukraine oder ihrer Anrainerstaaten auf. Hier kommt vor allem der Katastrophenschutzmechanismus der Europäischen Union (UCPM) zum Tragen. Zusätzlich zu den fünf bestehenden Kleeblattregionen in Deutschland ist das BBK im Rahmen des Ukraine-Krieges als sechstes Kleeblatt etabliert worden. In dieser Rolle koordiniert das BBK den Transport und die Übernahme von Patientinnen und Patienten aus der Ukraine. Die Verteilung der Patientinnen und Patienten auf Krankenhäuser in den fünf Kleeblättern erfolgt anschließend gemeinsam mit den Kleeblattpartnern.

Partner im Kleeblattmechanismus sind Vertreterinnen und Vertreter der Länder, des Arbeitskreises für Feuerwehrangelegenheiten, Rettungswesen und zivile Verteidigung der Innenministerkonferenz (AK V), des Bundesgesundheitsministeriums, des Bundesinnenministeriums, des Bundesministeriums der Verteidigung, des BBK, des Robert-Koch-Instituts und der Arbeitsgemeinschaft der Obersten Landesgesundheitsbehörden.

Kleeblatttransporte entlasten Krankenhäuser in betroffenen Gebieten

Die Planungen und die Verlegungen erfolgen zeitnah und unter der gebotenen größtmöglichen ärztlichen Sorgfalt und medizinischem Niveau. Zur Verlegung kommen speziell ausgestattete Rettungsmittel, wie beispielweise Intensivtransportwagen (ITW), Rettungshubschrauber, Ambulanzflugzeuge oder ein A 310 MedEvac Flugzeug der Bundeswehr zum Einsatz.

Die Verlegungen helfen bei der Entlastung von Krankenhäusern in den besonders stark betroffenen Regionen in der Ukraine sowie den Anrainerstaaten. 

Das Kleeblattsystem wurde von den Ländern im Arbeitskreis V der Innenministerkonferenz und in Abstimmung mit der Arbeitsgemeinschaft der Obersten Landesgesundheitsbehörden gemeinsam mit den zuständigen Bundesministerien (BMIBMGBMVg) sowie dem Robert-Koch-Institut entwickelt.

Presseanfragen 

Bei Pressenachfragen zum Verlegungsstand in den jeweiligen Bundesländern verweist das BBK auf die zuständigen Innen- beziehungsweise Gesundheitsbehörden der Länder.

Presseanfragen zur Gesamtkonzeption des Konzeptes richten Sie bitte an die Pressestelle beim Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen Baden-Württemberg.

Für Rückfragen steht die Pressestelle des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe unter pressestelle@bbk.bund.de zur Verfügung.