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Zivilschutz-Hubschrauber

Rettung aus der Luft - die Zivilschutz-Hubschrauber des Bundesministerium des Innern

Auf dem Bild ist der Zivilschutz-Hubschrauber Christoph 3, Köln, zu sehen Auf dem Bild ist der Zivilschutz-Hubschrauber Christoph 3, Köln, zu sehen, Zivilschutz-Hubschrauber Christoph 3 - Köln (Vergrösserung öffnet sich im neuen Fenster)Zi­vil­schutz-Hub­schrau­ber Chri­stoph 3 - Köln Quelle: Chri­stoph 3

Flächendeckend werden in Deutschland an über 50 Standorten Hubschrauber in der primären Luftrettung eingesetzt. Zu dieser Luftrettung gehören die direkte medizinische Notfallversorgung am Einsatzort und der Transport ins nächstgelegene zuständige Krankenhaus. Deutschlandweit stellt der Bund an 12 Luftrettungszentren 16 Zivilschutz-Hubschrauber (ZSH) zur Verfügung. Die Darstellung zeigt eine aktuelle Übersicht der Standorte Zivilschutz-Hubschrauber. Seit Ende 2008 sind an allen 12 Luftrettungszentren Hubschraubers des Musters EC 135 T2i eingesetzt.

Luftrettungszentren:

Die Zivilschutz-Hubschrauber des Bundes sind an folgenden Luftrettungszentren stationiert:

Ihr Funkrufname lautet „Christoph“, an den Namen angehängt ist die jeweilige Standortnummer. Der Name ist vom heiligen Christophorus abgeleitet. Er ist der Schutzpatron der Reisenden, Seeleute, Kraftfahrer und Luftschiffer.

Die orangefarbenen Hubschrauber des Zivilschutzes sind Teil des Ausstattungspotenzials, das der Bund den Ländern für den Katastrophen- und Zivilschutzfall zur Verfügung stellt. Mit Hilfe der ZSH können

  • Schwerverletzte oder Erkrankte nach erster Behandlung vor Ort abtransportiert,
  • Schadensstellen erkundet und überwacht,
  • Bevölkerungsbewegungen beobachtet und gelenkt,
  • Radioaktive Strahlung aus der Luft gemessen sowie
  • Spezialisten und Material herbeigeschafft werden.

Die Länder setzen die ZSH ergänzend zum bodengebundenen Rettungsdienst ein. Jeder Zivilschutz-Hubschrauber führt eine medizinische Ausstattung zur Behandlung einer Vielzahl von Notfällen mit, wie z.B. von internistischen, chirurgischen und neurologischen Notfällen oder zur Behandlung von Kindernotfällen. Der ZSH kann bis zu zwei Verletzte liegend transportieren. Eine Notärztin bzw. ein Notarzt und eine Rettungsassistentin bzw. ein Rettungsassistent gehören neben der Pilotin oder dem Piloten zur ständigen Besatzung. Die Notärztinnen und Notärzte stellt grundsätzlich das jeweilige Stationskrankenhaus, die Rettungsassistentinnen und Rettungsassistenten stellen die Hilfsorganisationen und Berufsfeuerwehren. Alle ZSH werden von Pilotinnen oder Piloten der Bundespolizei geflogen. Die Verträge mit den Krankenhäusern, Hilfsorganisationen und Berufsfeuerwehren schließen die Träger ab. Ihnen sind auch die finanziellen Belange der Zivilschutz-Hubschrauber übertragen.

Eine Besonderheit ist das Hamburger Luftrettungszentrum. Dort stellt das Hamburger Bundeswehrkrankenhaus die Ärztinnen und Ärzte und die Rettungsassistentinnen und Rettungsassistenten. Piloten der Bundespolizei fliegen alle ZSH des Bundes. Diese Zusammenarbeit von Bundeswehr und Bundespolizei in Hamburg ist deutschlandweit einzigartig.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) nimmt alle Aufgaben der Verwaltung wahr, die sich aus dem Betrieb ergeben. Dazu gehören unter anderem die Hubschrauber im Auftrag des Bundesministeriums des Innern zu beschaffen und auszustatten. Um die Ausbildung der Notärztinnen und Notärzte zu unterstützen, findet bis zu zweimal jährlich ein Einweisungsseminar für Ärzte auf Zivilschutz-Hubschraubern statt. Das BBK richtet an seiner Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) einmal jährlich das Seminar „Qualitätssicherung für Zivilschutz-Hubschrauber - Jahrestagung“ aus.

Zusatzinformationen

Faltblatt Zivilschutz-Hubschrauber
Faltblatt 40 Jahre Luftrettung - Rolle der Zivilschutz-Hubschrauber
Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Weitere Informationen

Übersicht der Standorte Zivilschutz-Hubschrauber
Technische Daten
Bundespolizei
Bundeswehr
Träger
Notärzte in der Luftrettung
Rettungsassistenten
Schutzpatron