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Sichtung

Bei einem Massenanfall von Verletzten oder einem Großschadensereignis ist eine Individualversorgung von Betroffenen oft nicht durchführbar, weil die zur Verfügung stehenden Ressourcen nicht ausreichen. Um trotzdem ein bestmögliches Ergebnis in der Verletztenversorgung zu erreichen, wurde das Prinzip der Sichtung (früher: Triage) entwickelt, deren Anfänge bereits im 19. Jahrhundert praktiziert wurden.

Seitdem wurde die Sichtung entsprechend des medizinischen Fortschritts stetig weiterentwickelt. Heutzutage ist Sichtung sowohl national als auch international ein fester Begriff im Rettungsdienst und Katastrophenschutz. Um ein einheitliches Vorgehen in Bereich der Sichtung zu erzielen, sind Qualitätsstandards notwendig.

Die Schutzkommission hat sich bereits vor einigen Jahren dieser Problematik angenommen und sich bemüht, mittels Durchführung von Sichtungs-Konsensus-Konferenzen eine Anpassung von bestehenden Konzepten zu erreichen. Ziel dieses Prozesses der Konsensfindung ist es, ein einvernehmliches Vorgehen in der Sichtung zu erreichen, bei dem regionale Ressourcen und rechtliche Rahmenbedingungen genauso berücksichtigt werden wie wissenschaftlich gültige und verlässliche Aussagen. Eine einfache und sichere Anwendbarkeit steht dabei im Vordergrund.