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Sanitätsmaterialbevorratung

Um die Verfügbarkeit von Sanitätsmaterialien sicherzustellen, stellt der Bund den Ländern nach Paragraph 23 ZSKG für die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung im Verteidigungsfall ergänzend Sanitätsmaterial zur Verfügung. Dieses steht den Ländern für ihre Aufgaben im Bereich des Katastrophenschutzes zusätzlich zur Verfügung. Zudem besteht die Möglichkeit per Rechtsverordnung eine Bevorratung von Sanitätsmitteln seitens der Hersteller, Großhändler und Krankenhausapotheken zu verlangen, sofern es sich bei einer Lage um den Verteidigungsfall oder Spannungsfall nach Artikel 80 a des Grundgesetzes handelt.

Sanitätsmaterialbevorratung des Bundes – kooperative Ressourcennutzung und Notfallbevorratung an Pilotstandorten

Bei großflächigen Gefahren- und Schadenslagen muss mit einer hohen Anzahl verletzter Menschen gerechnet werden. Für die intensivmedizinische Behandlung sehr vieler betroffener Menschen könnte es dabei zu Engpässen in der Versorgung mit dem notwendigen Sanitätsmaterial kommen. Aus diesem Grund hat das BBK im Jahr 2004 mit dem Pilotprojekt „Kooperative Ressourcennutzung und Notfallbevorratung von Bund und Ländern“ begonnen.

Nach der Fußballweltmeisterschaft 2006 wurden mit der Auswertung der bisherigen Erfahrungen begonnen. Die Erfahrungen ergaben, dass der Inhalt des Basispaketes an neue Erkenntnisse der Katastrophenmedizin angepasst werden musste. Weiterhin wurden bei der inhaltlichen Neuausrichtung alle Triageklassen (Sichtungskategorien) und die Abkehr von der geräteabhängigen Medizin bedacht. Somit ist ein neues Paket entstanden, welches für 250 Patienten, davon 150 schwerverletzte und 100 leichtverletzte Patienten, über einen Zeitraum von drei Tagen geeignet ist. Das neue Paket kann sowohl in der Klinik als auch direkt am Schadensort eingesetzt werden. Die Zusammensetzung des neuen Paketes können Sie der neuen Inhaltsliste entnehmen.

Die Übersichtskarte zeigt die derzeitige Verteilung der teilnehmenden Krankenhäuser.

Weitere Informationen zur Arzneimittelbevorratung:

  • Handlungsempfehlung für eine Bevorratung von Arzneimitteln und Medizinprodukten auf Länderebene
  • Bevorratung von Kaliumiodidtabletten zur Durchführung einer Iodblockade bei einem schweren Unfall in einem Kernkraftwerk.
    Weitere Informationen unter www.iodblockade.de.


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