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Risikoanalyse Kreise und kreisfreie Städte

Die Risikoanalyse ist zentraler Bestandteil und unverzichtbares Instrument des Risikomanagements im Bevölkerungsschutz. Denn nur auf Grundlage belastbarer Informationen zu Gefahren, Risiken und vorhandenen Fähigkeiten kann über den Umgang mit Risiken angemessen entschieden werden. Die Bundesregierung hat 2009 die Risikoanalyse im Zivilschutz- und Katastrophenhilfegesetz (ZSKG) gesetzlich verankert. Im Sinne des § 18 ZSKG vom 2. April 2009 führt der Bund im Zusammenwirken mit den Ländern eine bundesweite, ressortübergreifende Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz durch und das Bundesministerium des Innern ist beauftragt, dem Deutschen Bundestag hierzu ab 2010 jährlich zu berichten.

Die bisherigen Bundestagsberichte finden Sie hier.

Diese auf der Bundesebene angewandte Methode wurde mittels Pilotprojekte für die Anwendung auf der Ebene Landkreis/kreisfreie Stadt weiterentwickelt; hierzu wurden in mehreren Bundesländern auf Landkreisebene Verfahrensweisen und Lösungswege getestet, erprobt und 2013/2014 erstmals in der Praxis angewendet.

Der aus den Ergebnissen und Erfahrungen der Pilotprojekte erarbeitete Leitfaden “Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz – Ein Stresstest für die Allgemeine Gefahrenabwehr und den Katastrophenschutz“ eignet sich nun als Grundlage für eigene Analysen im Rahmen des Risiko- und Krisenmanagements auf Ebene der unteren Katastrophenschutzbehörden und soll dazu beitragen, eine angemessene und effektive Vorbereitung der Akteure im Bevölkerungsschutz auf größere Schadensereignisse zu ermöglichen.

Deckblatt zum Handbuch  Praxis im Bevölkerungsschutz - Band 16 Deckblatt zum Handbuch  Praxis im Bevölkerungsschutz - Band 16, Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz (Vergrösserung öffnet sich im neuen Fenster)Deck­blatt zum Hand­buch Pra­xis im Be­völ­ke­rungs­schutz - Band 16

Der Leitfaden "Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz" richtet sich vor allem an Expertinnen und Experten in Landkreisen und kreisfreien Städten, denen die Analyse von Gefährdungsszenarien übertragen wurde. Der Leitfaden beschreibt die Rahmenbedingungen und die genaue Vorgehensweise bei der Einschätzung und Beurteilung von Gefährdungen. Er dient hiermit als Stresstest für die Bewältigungskapazitäten der Allgemeinen Gefahrenabwehr und des Katastrophenschutzes.

Die Ausführungen sollen dabei helfen, Gefährdungen systematisch und vergleichbar zu analysieren. Ein wichtiges Ziel ist es, die erzielten Resultate nachvollziehbar zu machen – das heißt belegbar und reproduzierbar zu dokumentieren. Auf diese Weise lässt sich auch zeigen, dass sich die zuständigen Behörden aktiv und umfassend mit präventivem Bevölkerungsschutz auseinandergesetzt haben.

Für die praktische Anwendung haben wir hier noch einige Arbeitshilfen (Anlagen 1-15) eingestellt. Sie finden dort auch eine Powerpoint-Präsentation (Anlage 12) die Sie mit einigen interaktiven Fragen durch das Verfahren leitet und auch für Schulungszwecke genutzt werden kann.