Navigation und Service

Selbstschutz- und Selbsthilfefähigkeit der Bevölkerung

Insbesondere die Erfahrungen des Elbe- und Donau-Hochwassers vom Sommer 2013 zeigen sehr deutlich, wie wichtig eine aufgeklärte, selbsthilfefähige und -willige Bevölkerung für das Funktionieren des gesamten Hilfeleistungssystems und zur Vermeidung hoher volkswirtschaftlicher Schäden ist. Dieses Engagement muss auch weiterhin durch Sensibilisierungsmaßnahmen einerseits und fachliche Ertüchtigungsmaßnahmen andererseits massiv gefördert werden.

Der Selbstschutz umfasst die individuellen Maßnahmen der Bevölkerung und oder von Behörden bzw. Betrieben zur Vermeidung, Vorsorge und Bewältigung von Ereignissen.

Selbstschutz umfasst insbesondere Maßnahmen, um den engeren Wohn- und Arbeitsbereich zu schützen und Schäden an Leben und Gesundheit zu vermeiden oder zu mindern.

Die Selbsthilfe ist die Summe der individuellen Maßnahmen der Bevölkerung und oder von Behörden bzw. Betrieben zur Bewältigung von Ereignissen.

Selbsthilfe ist ein Teil des Selbstschutzes und findet statt, um Ereignissen jeder Art nach ihrem Eintritt durch entsprechende Maßnahmen zunächst selbst zu begegnen. Selbsthilfe umfasst insbesondere das Leisten von Erster Hilfe sowie das richtige Verhalten bei Ereignissen.

Um den in die freie Verantwortung des Bürgers gestellten Selbstschutz zu unterstützen, sind behördliche Förderungs- und Ergänzungsmaßnahmen vorgesehen, deren Aufbau, Förderung und Leitung nach § 5 Zivilschutz- und Katastrophenhilfegesetz (ZSKG) den Gemeinden obliegen.

Die kreisangehörigen Gemeinden werden bei ihrer Aufgabenwahrnehmung durch die Verwaltungsbehörden der Kreisebene und die Katastrophenschutz-Organisationen verwaltungsmäßig bzw. fachlich unterstützt. Im Verteidigungsfall können die Gemeinden allgemeine Anordnungen über das selbstschutzmäßige Verhalten der Bevölkerung bei Angriffen treffen.

Der Bund fördert hierzu nach § 24 ZSKG die Ausbildung der Bevölkerung in erster Hilfe mit Selbstschutzinhalten.

Hierzu bedient er sich der nach § 26 ZSKG mitwirkenden Organisationen. Dies sind die öffentlichen Feuerwehren, Einheiten und Einrichtungen der für den Katastrophenschutz zuständigen Behörden, die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk und private Organisationen.

Der Bund unterstützt zudem bei der Entwicklung von Ausbildungsinhalten, z. B. durch Seminare für kommunale Multiplikatoren an der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ, Jahres-Programm) und ein breites Publikationsangebot.