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Kritische Infrastrukturen

links ein Strommast, oben mittig ein laufender Wasserhahn, rechts eine brennende Herdplatte, unten rechts ein verknotendes USB-Kabel links ein Strommast, oben mittig ein laufender Wasserhahn, rechts eine brennende Herdplatte, unten rechts ein verknotendes USB-Kabel, KRITIS allgemein (Vergrösserung öffnet sich im neuen Fenster)Quelle: ME­DIA CON­SUL­TA Deutsch­land GmbH

Infrastrukturen sind bedeutsame Versorgungssysteme unserer Gesellschaft. Sie sind nicht nur alltäglichen Störungen und Gefahren, sondern auch Extremereignissen zum Beispiel durch Naturgefahren, technischem oder menschlichem Versagen oder vorsätzlichen Handlungen ausgesetzt. Infrastrukturen sind komplexe Systeme, von denen eine Vielzahl von Versorgungsfunktionen abhängen. Häufig sind Infrastrukturen von einander abhängig; z.B. ist bei einem Ausfall der Stromversorgung auch die Informations- und Telekommunikationstechnologie betroffen und umgekehrt. Ziel des BBK ist ein proaktives Risikomanagement, um die Funktionsfähigkeit von Infrastrukturen zu erhalten.

Definition
Kritische Infrastrukturen (KRITIS) sind Organisationen oder Einrichtungen mit wichtiger Bedeutung für das staatliche Gemeinwesen, bei deren Ausfall oder Beeinträchtigung nachhaltig wirkende Versorgungsengpässe, erhebliche Störungen der öffentlichen Sicherheit oder andere dramatische Folgen eintreten würden.

Auf diese Definition haben sich 2003 die Ressorts auf Bundesebene geeinigt und gleichzeitig eine Einteilung dieser zentralen Versorgungssysteme in acht Sektoren und 30 Branchen vorgenommen.

Nach nunmehr acht Jahren Erfahrung und angesichts einer immer engeren Zusammenarbeit von Bund und Ländern wurde eine Überarbeitung der Sektoren- und Brancheneinteilung als sinnvoll angesehen. Erste Ansätze finden sich bereits in der Nationale Strategie zum Schutz kritischer Infrastrukturen, die am 17. Juni 2009 auf Vorschlag des Bundesministers des Innern durch die Bundesregierung beschlossen wurde. Damit wurde ein konzeptioneller Rahmen zum Schutz von den für die Versorgung von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft zentralen Versorgungs- und Dienstleistungseinrichtungen vorgelegt. Sie enthält zwar keine Sektorenliste, aber eine Unterscheidung verschiedener Infrastrukturbereiche in technische Basisinfrastrukturen und sozioökonomische Dienstleistungsinfrastrukturen.

Auf der Grundlage ausführlicher Diskussionen im Rahmen einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe und eines intensiven Abstimmungsprozesses auf Bundesebene haben sich Bund und Länder nun auf eine einheitliche Sektoreneinteilung verständigt; darüber hinaus einigten sich die Bundesressorts auf eine für die Bundesebene einheitliche Branchenstruktur. Auffälligste Änderung ist die Auflösung des bisherigen Sektors ‚Versorgung’ - auf Grund ihrer Bedeutung wurden die ehemaligen Branchen Gesundheit, Wasserversorgung und Ernährung in eigenständige Sektoren überführt. Darüber hinaus weist ein neuer Sektor „Medien und Kultur“ neben dem Rundfunk und der Presse auch Kulturgut und symbolträchtige Bauwerke als Kritische Infrastruktur.

Über die neue Sektoreneinteilung hinaus einigten sich die Bundesressorts auf eine für die Bundesebene gültige Untergliederung der Sektoren in Branchen. Mit der Einteilung Kritischer Infrastrukturen in nunmehr neun Sektoren und in 29 Branchen liegt nun erstmals eine zwischen Bund und Ländern abgestimmte Grundlage für die Kooperation von Staat und Wirtschaft beim Schutz Kritischer Infrastrukturen vor.

Sektoreinteilung gemäß Nationaler Strategie



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