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Meteorologie

In der CBRN-Erkundung ist vor allem in der Freisetzungsphase die Kenntnis meteorologischer Daten für die Lageeinschätzung und Bewertung sehr wichtig.

Zu den wichtigen meteorologischen Daten gehören zum Beispiel:

  • Windrichtung,
  • Windstärke,
  • Temperatur,
  • Luftfeuchte,
  • Luftdruck,
  • Stabilität,
  • Wolkenbedeckung,
  • Niederschlag

Diese Daten gehen als wichtige Parameter in die Ausbreitungsberechnung mit Hilfe von Prognoseprogramme ein.

Als Beispiele für Prognoseprogramme sei hier das DISMA (Disaster Management) für den chemischen Bereich genannt. Das Bundesamt für Strahlenschutz hat mit LASAIR, einem Programmsystem zur Simulation der Ausbreitung und Inhalation von Radionukliden, ein EDV-Programm entwickelt, um die atmosphärische Verteilung von Radionukliden und die hieraus resultierende Strahlendosis für den Menschen abschätzen zu können.

Neben den Informationen von den Wetterdiensten, z.B. dem Deutschen Wetterdienst mit seinem speziellen Angebot dem FeWIS (Feuerwehr-Wetter-Informations-System) für den Bevölkerungsschutz, sind die vor Ort erhobenen lokalen Wetterdaten für die Prognose wichtig. Dazu stehen den Einsatzkräften auf jedem CBRN-Erkundungswagen ein Wettermesssatz zur Verfügung. Darin enthalten sind unter anderem ein Thermohygrometer und ein Schalenhandwindmesser.

In der CBRN-Messleitkomponente (CBRN MLK) ist derzeit eine automatische Wettermesseinrichtung installiert, die die Informationen zu Temperatur, Windrichtung und Stärke sowie Luftfeuchte und Regensensor direkt in den Leitrechner einspeist.