Zivilschutz-Hubschrauber

Rettung aus der Luft - die Zivilschutz-Hubschrauber des Bundesministerium des Innern

EC 135 T2i im Flug

EC 135 T2i im Flug

Quelle: Bundespolizei Süd

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Flächendeckend werden in Deutschland an über 50 Standorten Hubschrauber in der primären Luftrettung eingesetzt. Zu dieser Luftrettung gehören die direkte medizinische Notfallversorgung am Einsatzort und der Transport ins nächstgelegene zuständige Krankenhaus. Deutschlandweit stellt der Bund an 12 Luftrettungszentren, Übersicht Standorte Zivilschutz-Hubschrauber (pdf/31-KB), 16 Zivilschutz-Hubschrauber (ZSH) zur Verfügung. Derzeit sind drei verschiedene Hubschraubertypen im Betrieb:


Die EC 135 T2i löst bis Ende 2008 die anderen beiden Hubschraubertypen ab.
 

Luftrettungszentren:

Die Zivilschutz-Hubschrauber des Bundes sind an folgenden Luftrettungszentren stationiert:


Ihr Funkrufname lautet „Christoph“, an den Namen angehängt ist die jeweilige Standortnummer. Der Name ist vom heiligen Christopherus abgeleitet. Er ist der Schutzpatron der Reisenden, Seeleute, Kraftfahrer und Luftschiffer.

Die orangefarbenen Hubschrauber des Zivilschutzes sind Teil des Ausstattungspotenzials, das der Bund den Ländern für den Katastrophen- und Zivilschutzfall zur Verfügung stellt. Die Länder setzen die ZSH ergänzend zum bodengebundenen Rettungsdienst ein. Mit Hilfe der ZSH können


  • Schwerverletzte oder Erkrankte nach erster Behandlung vor Ort abtransportiert,
  • Schadensstellen erkundet und überwacht,
  • Bevölkerungsbewegungen beobachtet und gelenkt,
  • Radioaktive Strahlung aus der Luft gemessen sowie
  • Spezialisten und Material herbeigeschafft werden.

Bild zeigt orangefarbenen Zivilschutz-Hubschrauber, Maschinentyp ist eine Bell 212

Zivilschutz-Hubschrauber, Typ Bell 212

Quelle: Franz Mayer

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Jeder Zivilschutz-Hubschrauber führt eine komplette Notarzt-Ausstattung mit und kann bis zu zwei Verletzte liegend transportieren. Ein Notarzt und ein Rettungsassistent gehören neben dem Piloten zur ständigen Besatzung. Die Notärzte stellt das jeweilige Krankenhaus, die Rettungsassistenten stellen die Hilfsorganisationen und Berufsfeuerwehren. Die Verträge mit den Krankenhäusern, Hilfsorganisationen und Berufsfeuerwehren schließen die Träger ab. Ihnen sind auch die finanziellen Belange der Zivilschutz-Hubschrauber übertragen.


Einzige Ausnahme ist das Hamburger Luftrettungszentrum. Dort stellt das Hamburger Bundeswehrkrankenhaus die Ärzte und Rettungsassistenten. Piloten der Bundespolizei fliegen alle ZSH des Bundes. Diese Zusammenarbeit von Bundeswehr und Bundespolizei in Hamburg ist deutschlandweit einzigartig.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) nimmt alle Aufgaben der Verwaltung wahr, die sich aus dem Betrieb ergeben. Dazu gehören unter anderem die Hubschrauber im Auftrag des Bundesministeriums des Innern zu beschaffen und auszustatten. Um die Ausbildung der Notärzte zu unterstützen, findet bis zu zweimal jährlich ein Einweisungsseminar für Ärzte in der Luftrettung statt. Das BBK richtet an seiner Akademie Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz des Bundesamtes einmal jährlich das Seminar „Qualitätsmanagement für Zivilschutz-Hubschrauber“ aus.
 

Positive Bilanz für die Einsätze der Zivilschutz-Hubschrauber in 2007

Jeder Mensch freut sich über schnelle Hilfe, wenn er bei einem Unfall oder durch eine Krankheit bedingt dringend einen Notarzt braucht. Die Zivilschutz-Hubschrauber des Bundes bringen diese dringend benötigte Hilfe schnell aus der Luft. Im Jahr 2007 wurden die organgenen Retter 16.730 Mal zum Einsatz bei Notfällen gerufen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zieht eine positive Bilanz bei den Rettungsflügen der Zivilschutz-Hubschrauber.

Weitere Informationen enthält die Bilanz 2006.


 
Zusatzinformationen
Weitere Informationen enthält das Faltblatt Zivilschutz-Hubschrauber - Rettung aus der Luft, Faltblatt (pdf/137-KB)
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
 
Weitere Informationen
Standortkarte (Download)
Technische Daten
Bundespolizei
Bundeswehr
Träger
Notärzte in der Luftrettung
Rettungsassistenten
Schutzpatron