Häufig gestellte Fragen

Wie wird der Hubschrauber alarmiert?

  • Ein Zivilschutz-Hubschrauber (ZSH) kann über den Notruf 112 angefordert werden. Die zuständige Leitstelle der Stadt oder des Kreises entsendet den Hubschrauber.


Was ist bei dem Anruf zu beachten?

  • Wer meldet den Unfall? Wie bei jedem anderen Notfall sollten die Anrufer ihren Namen und die Telefonnummer unter der sie am Einsatzort zu erreichen sind angeben.
  • Wo ist der Unfall passiert? Eine möglichst genaue Ortsangabe ist wichtig, um schnellstmögliche Ankunft des ZSH zu ermöglichen.
  • Was ist passiert? Eine kurze Notfallbeschreibung ist erforderlich, um zu wissen, ob der Einsatz eines ZSH nötig ist.
  • Wie viele Erkrankte oder Verletzte benötigen Hilfe? Eine kurze Beschreibung ist nötig, um gegebenenfalls weitere Hilfe an den Einsatzort zu schicken.
  • Die Anrufe sollten nicht sofort auflegen, sondern auf Rückfragen warten.


Wann kommt ein Zivilschutz-Hubschrauber?

  • bei Verkehrsunfällen, Arbeits-, Haus- und Sportunfällen und bei akuten Erkrankungen, bei denen ein Notarzt erforderlich ist.
  • wenn der zuständige bodengebundene Notarzt im Einsatz ist
  • wenn die Verletzung oder Erkrankung eines Patienten einen Transport in eine Spezialklinik erfordern
  • für Organtransporte
  • um Polizei und Feuerwehr mit einem Suchflug zu unterstützen, beispielsweise bei der Meldung „Person im Wasser“


Wer gehört zu der Besatzung eines Zivilschutz-Hubschraubers?

  • ein Pilot der Bundespolizei
  • ein Notarzt
  • ein Rettungsassistent


Wer bezahlt den Einsatz des Zivilschutz-Hubschraubers?

  • Die ärztliche Erstversorgung und den Patienten-Transport zahlen die Krankenkassen. Die Einsatzkosten werden direkt mit den Sozialversicherungsträgern abgerechnet. Dem Hilferufenden entstehen keine Kosten, auch nicht bei einem so genannten Fehleinsatz.


Welche Vorteile hat der Zivilschutz-Hubschrauber gegenüber einem Rettungswagen?

  • Der wesentliche Vorteil des ZSH ist der schnelle Transport des Notarztes zum Verletzten. Bei besonders schwer Verletzten können das Eintreffen des Arztes und seine medizinische Erstversorgung über Leben und Tod entscheiden.
  • Der Hubschrauber fliegt ruhig und vibrationsarm. Dadurch ist ein schonender Transport mit optimaler Versorgung gesichert.


Wie sieht der Einsatzablauf eines Zivilschutz-Hubschraubers aus?

  • Pilot und Rettungsassistent halten sich in unmittelbarer Nähe des ZSH auf. Nach einer Alarmierung steigen sie sofort in die Maschine ein. Der Pilot startet den Hubschrauber, damit die Turbinen warmlaufen. Den Notarzt erreicht der Alarm über einen Funkmeldeempfänger. Auch er begibt sich auf direktem Weg zum Startplatz.
  • Der Rettungsassistent erhält die nötigen Informationen über Einsatzort und Einsatzart.
  • Spätestens zwei Minuten nach Alarmierung hebt der ZSH zum Einsatz ab.
  • Die Hubschrauber fliegen mit einer Geschwindigkeit bis zu 230 Kilometern in der Stunde.
  • Ihr Einsatzradius reicht von 50 bis 70 Kilometern.
  • Der Rettungsassistent unterstützt den Piloten bei der Navigation zum Einsatzort. Der Pilot wägt die Risiken einer Landung ab und wählt anschließend einen Landeplatz. Dabei gilt es mögliche Hindernisse, Landefeldgröße und aktuelle Windverhältnisse zu berücksichtigen. Gegebenenfalls überfliegt der Pilot den Einsatzort vor der Landung.
  • Nach der Landung begibt sich die medizinische Mannschaft auf direktem Weg zum Patienten.
  • Der Notarzt entscheidet nach der medizinischen Erstversorgung des Patienten, ob dieser mit dem Rettungswagen oder dem Hubschrauber transportiert werden soll. Zudem wählt der Notarzt die bestmögliche Klink zur Behandlung des Patienten aus.
  • Während der medizinischen Erstversorgung überprüft der Pilot die Maschine und bereitet einen möglichen Patiententransport vor. Es muss auch Kurs und Entfernung zum entsprechenden Krankenhaus bestimmen, um unmittelbar nach dem Einladen des Patienten starten zu können.
  • Nach der Übergabe des Patienten in der Zielklinik ist der ZSH sofort wieder einsatzbereit.
  • Sollte der Hubschrauber zur Station zurück fliegen, ersetzt der Rettungsassistent Medikamente, Sauerstoff und Akkus für die medizinischen Geräte. Je nach Einsatzdauer wird Kraftstoff getankt.


Was ist bei der Landung des Zivilschutz-Hubschraubers zu beachten?

  • Machen Sie sich beispielsweise durch Winken bemerkbar.
  • Legen Sie keinen losen Tücher oder Gegenstände zur Markierung eines Landeplatzes aus. Das Triebwerk des Hubschraubers könnte sie ansaugen und so geschädigt werden. Der Pilot ist ausreichend geschult, um den besten Landeplatz auszuwählen.
  • Halten Sie mindestens 25 Meter Abstand zum Hubschrauber. Und treten Sie nie an die Maschine solange sich die Rotorblätter drehen.
  • Halten Sie immer Sichtkontakt zum Piloten.


Wann sind die Zivilschutz-Hubschrauber nicht oder begrenzt einsetzbar?

  • Bei erschwerten Witterungs- und Sichtbedingungen sowie bei Dunkelheit ist das Risiko für den ZSH bei der Landung zu hoch.

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