Christoph 9 - Duisburg

Zivilschutz-Hubschrauber vom Typ EC 135 T2i

Christoph 9

Quelle: Christian Esser, Alpen

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Christoph 9 ist seit dem 16.September 1975 an der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Duisburg stationiert. Bis zum 21. Februar 2008 kam hier ein Zivilschutz-Hubschrauber (ZSH) vom Typ BO 105 CBS-5 zum Einsatz. Am 22. Feburar 2008 übergab Christoph Unger, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), den neuen ZSH vom Typ EC 135 T2i, der die bisherige Maschine ablöst. Die Bundespolizei stellt wie überall bei den Zivilschutz-Hubschraubern die Piloten. Die Rettungsassistenten werden von der Berufsfeuerwehr Duisburg aus tätig. Dies ist die Feuerwehrwache 7 im Duisburger Süden, ihre Stammwache. Die Notärzte - zurzeit gibt es keine Notärztinnen auf dem Hubschrauber - werden von der chirurgischen Klinik der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Duisburg gestellt.

Als Zentrum der Maximalversorgung im Duisburger Süden ist dieses Krankenhaus ein zuverlässiger Partner, wenn es darum geht, schwerstverletzte Patienten operativ und intensivmedizinisch zu versorgen. Am Niederrhein und im Ruhrgebiet findet sich wie vielerorts in Deutschland das Problem, dass operative und intensivmedizinische Versorgungsengpässe oft ein langes Suchen nach Behandlungskapazitäten erfordern. Hier ist der Stützpunkt des Christoph 9 mit der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik eine wertvolle Unterstützung, wenn es um Minuten geht, das Überleben der oft dramatisch verletzten Patienten zu sichern.

Im Rahmen eines Euregio-Projektes kooperiert der Duisburger Zivilschutz-Hubschrauber mit dem Trauma-Helikopter „Lifeliner 3“ in Nijmegen (Niederlande). Der als Trauma-Helikopter konzipierte Rettungshubschrauber durchläuft einen ähnlichen Bestimmungswandel wie die der des Zivilschutzes und generell der Rettungshubschrauber in Deutschland. Zunächst als reiner Trauma-Helikopter bei Unfällen eingesetzt, werden mehr und mehr viele internistisch erkrankte Patienten von den Ärztinnen und Ärzten des Hubschaubers auch aus Nijmegen versorgt. Schlaganfall, Herzinfakt und schwere Erkrankungen der Atmungsorgane sind somit die Gründe für viele Einsätze, denen sich die Notärztinnen und Notärzte des Christoph 9 und des Lifeliner 3 stellen müssen. Angefordert über die Leitstelle Kleve, kann im deutsch-niederländischen Grenzgebiet zwischen Venlo und Arnheim, koordiniert durch die Berufsfeuerwehr Duisburg mit ihrer Leitstelle, der jeweils am schnellsten verfügbare Hubschrauber aus beiden Ländern zum Einsatz kommen. Diese grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist eine Besonderheit bei den orangefarbenen Zivilschutz-Hubschraubern.

zu sehen ist der orangefarbene Zivilschutz-Hubschrauber Christoph 9, Duisburg; im Vordergrund ist die Besatzung des medizinischen Personals zu sehen

Zivilschutz-Hubschrauber Christoph 9 mit Besatzung

Quelle: Fuchs, BBK

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Zu den Trägern der des Luftrettungszentrums gehören die Städte Düsseldorf, Krefeld, Bottrop, Mönchengladbach, Essen, Mühlheim an der Ruhr, Oberhausen und die Kreise Mettmann, Viersen, Neuss, Wesel und Kleve. Kernträger ist die Stadt Duisburg mit ihrer Berufsfeuerwehr.

Wie in vielen anderen Luftrettungszentren auch, ist in Duisburg der Förderverein Christoph 9 damit beschäftigt:

  • für die Arbeit des Luftrettungszentrums zu werben,
  • die Mitarbeiter fortzubilden,
  • den Einsatz neuer medizinischer Techniken zu unterstützten,
  • die Versorgung schwerkranker und schwerverletzter Patienten am Niederrhein und im Ruhrgebiet zu optimieren.

Gibt es für den Christoph 9 Konkurrenz im Rettungsdienstalltag? Überhaupt nicht! Gute Kontakte bestehen zum Allgemeinen Deutschen Automobilclub (ADAC). Er übernimmt die Abrechnung der patientenrelevanten Kosten im Auftrag der Trägergemeinschaft und steht im Rahmen des LIKS-Projektes, das für "Luftrettungs-, Informations- und Kommunikationssystem" steht. Es findet ein reger Austausch von Erfahrungen und die für den Einsatz so wichtige Qualitätskontrolle statt. Alle Einsätze werden elektronisch erfasst und medizinisch ausgewertet. Dies dient - über alle wirtschaftlichen und organisationsspezifischen Interessen hinweg - dem Wohl des Patienten. Denn die Arbeit von über 50 Hubschraubern in Deutschland erfordert nun einmal ein kritisches Hinterfragen der eingenen Arbeit - und die Zusammenarbeit im Qualitätsmanagement ist eine gesunde Basis für eine erforderliche Arbeit bei den Patienten.


Weitere Informationen:
www.christoph-9.de
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