Deutsche Hochschule der Polizei an der AKNZ
Vom 6. bis zum 9. Februar übten Studierende der Deutschen Hochschule der Polizei (DHPol) Kriseneinsätze anhand von Übungsszenarien an der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ). Damit schulte die Akademie in Ahrweiler bereits zum neunten Mal DHPol-Nachwuchskräfte.
DHPol-Leitungsstab während der Übung
Quelle: The YOMIURI
(Ahrweiler) Insgesamt mehr als zwölf Stunden dauerte die Stabsrahmenübung an der AKNZ, die zum Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Bonn gehört. Die Teilnehmer, über 140 Polizeibeamtinnen und –beamten aus ganz Deutschland, mussten vier Übungsszenarien bewältigen: die harte Landung eines besetzten Flugzeugs, einen Bahnunfall, einen Gefahrstoffaustritt bei einem fiktiven Unternehmen und einen Stromausfall in Teilen der Stadt Münster.
Ziel der Stabsrahmenübung ist es, dass die Studierenden als künftige Polizeiführer über den „Tellerrand“ der polizeilichen Tätigkeit blicken und Netzwerke bilden. Denn in der späteren beruflichen Realität können derartige Großschadenlagen nur gemeinsam mit allen Beteiligten erfolgreich bewältigt werden.
Neben den Übungsszenarien musste jede Teilnehmergruppe eine Übungspressekonferenz bewältigen. Die Übungsjournalisten sparten nicht mit kritischen Fragen und brachten die während der Pressekonferenz auf dem Podium Verantwortlichen beträchtlich ins Schwitzen. Die Erfahrungen mit fiktiven Pressekonferenzen zeigen, dass die Beteiligten viele Erkenntnisse für die Praxis mitnehmen.
Um das Übungsgeschehen möglichst realitätsnah zu gestalten, wurde erheblicher Aufwand betrieben: 180 Computer und 160 Telefone installierten die die Übung betreuenden Mitarbeiter der AKNZ im Vorfeld und verlegten mehr als 3,5 km zusätzliche Kabel in den acht Übungsräumen. Die Übungsleitung bestand aus über 80 Polizeibeamtinnen und -beamten, Feuerwehrleuten sowie Dozenten der Akademie.
