Das BBK beteiligt sich an der Baufachmesse DEUBAU
Im Zuge der Projektarbeit von der PG BauProtect nahm das BBK vom 10.-14.Januar 2012 in Essen mit einem eigenen Stand teil. Es wurden dort in Zusammenwirken mit der Universität der Bundeswehr München baurelevante Themen wie Hochwasserereignisse, Darstellung von den besonderen Einflüssen auf Gebäude, Erdbebenbelastungen und deren Wirkungen auf Gebäudestrukturen präsentiert. Ergänzend wurde ein Tornado-Modell in das Ausstellungskonzept integriert, welches die Belastungskomponente „Sturm/Orkan“ zum Ausdruck brachte.
Zahlreiche Besucher am BBK-Stand auf Baufachmesse DEUBAU in Essen
Quelle: BBK
In Verbindung mit der Bundesanstalt für Straßenwesen (BAST) wurde des Weiteren eine informative Plakatserie des Projekts SKRIBT (Schutz Kritischer Infrastrukturen in Hinblick auf Tunnel und Brücken) in die Messedarbietung mit aufgenommnen, da das BBK auch einen Teil des SKRIBT-Projekts bearbeitet. Unterstützt wurde dieses Ausstellungssegment mit einer eigenständigen Videopräsentation über das Verhalten bei Bränden in Tunnelanlagen. Bei den Versuchspräsentationen selbst waren das Institut für Wasserbau und Hydrologie, sowie das Institut für Statik und Mechanik der Bundeswehruniversität mit beteiligt.
Hochwassersimulation
Es wurde eine Wasserrinne aufgebaut, in der ein mäandrierender Flusslauf eingearbeitet wurde. An den entscheidenden Stellen wurden Gebäude, Brücken und andere Ufermaßnahmen eingebaut. Durch Einsteuerung des Wasserzuflusses über ein geschlossenes Kreislaufsystem konnte dieser Flusslauf zielgerichtet mit „Hochwasser“ geflutet werden. Deutlich waren die sich nun ergebenden Schäden, wie Hangabtrag, Unterspülungen der Häuserfundamente, die Fluvialdynamik des Wassers, Kolkbildungen bei den Brückenpfeilern und die Sedimentablagerung im Leebereich der Prallhänge erkennbar. Mit Videokameras wurden an den entscheidenden Stellen die entstehenden Schadwirkungen auf eine Großbildleinwand übertragen.
Erdbebensimulation
Auf einem Erdbebensimulationsstand wurden Gebäudestrukturen, einzelne Gebäude und ein symbolisches Hochhausprojekt (Rahmenbauweise) sich steigernden Erdbebenamplituden ausgesetzt. Hierbei konnten in eindrucksvoller Weise die Wirkungen von Erdbebenwellen auf unterschiedliche Gebäudestrukturen dargestellt werden, die bei den „Mauerwerksbauten“ bis hin zum Kollaps gesteigert wurden. Eine Besonderheit lag darin, dass die Versagensmechanismen der „gemauerten“ Konstruktionen in SlowMotion-Technik über die Großbildleinwand abgespielt werden konnten, was die Wirkzusammenhänge zwischen Belastungseinleitung und der Wirkung auf Mauerwerk bis hin zum Versagen der Konstruktion besonders deutlich machte. Um die Besucher in das Geschehen mit einzubeziehen, wurden sie ermuntert, „ihr“ Gebäude - unter Berücksichtigung einiger wichtiger Konstruktionskriterien - selbst zusammen zu bauen, das dann zur nächsten Vorführung der Erdbebenbelastung verwendet wurde.
Tornadomodell
An der Kreuzungsecke zweier Besucherströme wurde das Tornadomodell in einer höhenmäßig abgestimmten Grünlandschaft vor dunkelblauem Hintergrund aufgestellt. Der sich im Modell nach oben schraubende, wasserdampfweiße „Tornadorüssel“ bildete sich nach dem Chaosprinzip stets neu, wenn er – beispielsweise von Besuchern – aus „Forscherdrang“ gezielt unterbrochen - wurde. Den Besuchern wurde die Wirkungsweise von Tornados allgemein und deren Wirkungen auf Gebäude näher gebracht und sie dann auf den Stand geleitet, wo die anderen Experimente auf sie warteten.
Auch bei den Vorführungen haben sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität der Bundeswehr München, in Absprache mit der PG BauProtect, beteiligt.
