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Nachsorge, Opfer- und Angehörigen-Hilfe (NOAH)

Zentrale Stelle zur Koordinierung von Nachbetreuungsmaßnahmen, Opfer- und Angehörigen-Hilfe für von schweren Unglücksfällen oder Terroranschlägen im Ausland betroffene Deutsche

Anfang des Jahres 2003 wurde im Zusammenhang mit den Anti-Terrormaßnahmen der Bundesregierung und als Ergebnis einer Ressortabstimmung zwischen dem Bundesministeriums der Justiz (BMJ - bis zum 31.12.2006 zuständig für Leistungen aus dem Terroropferfonds), dem Auswärtigen Amt  (AA - zuständig für die konsularische Betreuung von Deutschen im Ausland) und dem Bundesministerium des Innern (BMI) eine zentrale Stelle zur Koordinierung der Nachsorge, Opfer- und Angehörigen - Hilfe (NOAH) für Deutsche, die im Ausland durch schwere Unglücksfälle oder Terroranschläge zu Schaden kommen, geschaffen.
In Folge wurde NOAH in das am 1. Mai 2004 neu geschaffene Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) integriert und steht seit dem sowohl den direkt Betroffenen nach ihrer Rückkehr ins Inland als auch ihren in Deutschland lebenden Angehörigen als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

NOAH nimmt als Koordinierungsstelle im BBK und als Einrichtung der Bundesregierung – in Abstimmung mit den Ländern – die Koordination der psychosozialen Betreuung von deutschen Opfern und deren Angehörigen in Deutschland wahr. Es ist als Dienstleistungsangebot des Bundes an die Länder konzipiert. Damit ergänzt NOAH in enger Abstimmung mit dem Auswärtiges Amt die durch das AA im Ausland veranlassten Betreuungsmaßnahmen für Deutsche und führt diese im Inland nahtlos fort.
Dazu gehören die Vermittlung von Kriseninterventionsteams, Notfallseelsorgern oder Notfallpsychologen zur Unterstützung in der Akutsituation nach einem schweren Unglück im Ausland sowie der Aufbau einer langfristigen psychosozialen Betreuungsstruktur für Opfer und Angehörige.

Die Arbeit der Koordinierungsstelle NOAH erfolgt in enger logistischer und fachlicher Abstimmung mit dem AA und dem Bundeskriminalamt (BKA), den Lagezentren der Bundesländer, den Landeskriminalämtern, den Innen- und Gesundheitsministerien der Bundesländer, koordinierenden Notfallseelsorgern der Landeskirchen und Bistümer, Hilfsorganisationen, Krisendiensten und Fachkräften der Psychologie und Psychiatrie in Kliniken und Praxen.


NOAH ist bis auf weiteres rund um die Uhr im 24-Stunden-Betrieb erreichbar über:

Telefon:0228 5554-2444 oder
0228 99 550-2444 oder
kostenlos 0800 1888 433
Telefax:0228 5554-2459 oder
0228 99 550-2459
E-Mail:noah@bbk.bund.de
Anschrift:Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
Abteilung I - Krisenmanagement
Referat I.5 - PSNV (NOAH)
Provinzialstr. 93
53127 Bonn

Weitere Informationen zu NOAH lesen Sie auf folgenden Seiten:

- Einsätze NOAH
- Aufgaben NOAH
- Flutkatastrophe in Südostasien (Tsunami 2004)


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