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Persönliche Schutzausrüstung

Die Entwicklung der Schutzausrüstung im Zivil- und Katastrophenschutz hat eine längere Geschichte. Bereits in den achtziger Jahren gab es für die Helfer in den damaligen ABC-Zügen eine persönliche Ausstattung, die sie vor der Einwirkung von CBRN-Gefahren schützte.

Sie bestand aus der Schutzmaske M 65 Z, dem Schraubfilter KS 80, dem Schutzanzug Zodiak, Schutzstiefeln, einer Handschuhkombination aus Unterzieh- und Schutzhandschuhen sowie einer Unterziehbekleidung.

Für die KatS-Helfer aller Fachdienste gab es zunächst keinen wirksamen Körperschutz. Der Schutzanzug Zodiak erwies sich als stark physiologisch belastend, als dass er für alle Fachdienste hätte verwendet werden können. Daher wurde die „ABC-Schutzbekleidung Pers“ eingeführt. Sie bestand aus einem Overgarment (einem zweiteiligen Anzug aus Jacke und Hose) und Zubehör in Form von ABC-Schutzhandschuhen, Textilunterziehhandschuhen sowie einer Tragetasche zur Aufnahme dieser Teile. Das Overgarment war im Gegensatz zum impermeablen Zodiak ein sogenannter permeabler Anzug mit der Fähigkeit, den Schutz gegen flüchtige und sesshafte Kampfstoffe sowie auftreffende Kampfstofftröpfchen zu gewährleisten und gleichzeitig durch seine Luftdurchlässigkeit von innen nach außen die körperliche Belastung für den Träger gering zu halten.

Im Jahre 2004 begann die Beschaffung von ca. 53.000 kompletten Sätzen einer neuen Generation von persönlicher Schutzausrüstung für alle Helfer. Sie sollte von Beginn an so weit wie möglich aktuellen Normen entsprechen und damit handelsüblich sein.

Die persönliche ABC-Schutzausrüstung ist für alle den bundeseigenen Einsatzfahrzeugen des Katastrophenschutzes im Zivilschutz zugeordneten Helferinnen und Helfer vorgesehen. Sie soll sie vor den Gefahren durch radioaktive, biologische und chemische Kontamination schützen. Die Bestandteile sind zum großen Teil vergleichbar mit denen der bisherigen Ausrüstung, jedoch sind sie auf einen modernen Stand gebracht worden. Neu aufgenommen wurde ein flüssigkeitsdichter Schutzanzug, der Spritzer von Flüssigkeiten abhält. Beim flüssigkeitsdichten Schutzanzug, bei den Chemikalienschutzhandschuhen, den Schutzschuhen, der Atemschutzmaske und dem Filter entspricht die Ausrüstung den europäischen Normen. Im Falle von Overgarment, Unterziehhandschuhen und der Tragetasche für Maske und Filter gibt es diese nicht. Es wurden daher die militärischen Anforderungen zugrunde gelegt und für die Zwecke des Bevölkerungsschutzes angepasst.

Hier finden Sie Hinweise zur

Wartung von Atemschutzmasken und Filter


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