Das physikalische Labor
Messgeräte zum Nachweis von CBRN-Stoffen und -Verunreinigungen, die für den Zivilschutz und damit auch für den Feuerwehreinsatz in Frage kommen, werden im BBK entwickelt bzw. weiterentwickelt sowie erprobt und auf ihre Eignung für diese Einsatzzwecke untersucht. Dazu zählen unter anderem die Erprobungen der elektrischen Sicherheit, der Einsatzzeiten unter verschiedenen Bedingungen sowie der mechanischen Widerstandsfähigkeit. Diese Untersuchungen werden auch unter verschiedenen klimatischen Bedingungen durchgeführt. Hierzu ist eine sogenannten Klimakammer vorhanden, mit der sowohl der Temperaturbereich als auch die jeweilige Luftfeuchte variiert und automatisch durchlaufen werden kann.
Für den Einsatz im Zivilschutz vorgesehene Messsysteme werden auch mit Hilfe einer computergesteuerten Schwingprüfanlage auf ihr Verhalten bei Vibrationen und Stößen und damit ihre Tauglichkeit für eine Verwendung in Fahrzeugen untersucht.
Derzeit werden die vorhandenen 371 ABC-Erkundungskraftwagen aktualisiert und u.a. mit einem neuen Rechnersystem und Messsoftware ausgestattet („Upgrade der ABC-ErkKW“). Die dabei eingebauten Upgradebestandteile - PC, Drucker, Monitore (Hardware) - und die Messsoftware - Kartensoftware, A- und C-Software - wurden in den letzten Jahren intensiv erprobt und weiterentwickelt, bis sie die Anforderungen des Bevölkerungsschutzes erfüllt haben und somit der Schutz des Einsatzpersonals und die Erfüllung des Auftrags sichergestellt sind.
MLK (CBRN-Simulation)
Quelle: BBK
Auch die fachliche wie auch technische Begleitung des oben genannten Forschungsvorhabens CBRN-Messleitkomponente (MLK) erfolgte durch parallele Untersuchungen und Erprobungen im BBK Physiklabor. Diese Erprobungen finden weiterhin statt zur Vorbereitung der Ausschreibung der MLK als Bundesausstattung zur Ergänzung des Katastrophenschutzes. Dazu wurde ein kleines Computernetzwerk aufgebaut zur Simulation von Einsatz- und Messfahrten von fünf Erkundern zusammen mit einer MLK („CBRN-Simulation“).
Darüber hinaus werden Messgeräte für den Nachweis von radioaktiven Stoffen und Verunreinigungen (Kontaminationen) zusätzlich in einem Strahlenfeld hinsichtlich ihrer Messgenauigkeit in den möglichen Messbereichen untersucht. Auch hierzu sind computerunterstützte Messsysteme vorhanden, mit denen diese unterschiedlichen Feldbedingungen nachgestellt werden können. Diese Anlage wird umzugsbedingt aktualisiert und befindet sich noch im Aufbau in einem eigenen Laborraum.


